FC Hansa Rostock : Klartext von Hüsing nach magerem 1:1

Enttäuschte und frustrierte Hanseaten: Oliver Hüsing, Soufian Benyamina, Valdimir Rankovic und Nico Rieble (von links) nach dem mageren 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching.
Enttäuschte und frustrierte Hanseaten: Oliver Hüsing, Soufian Benyamina, Vladimir Rankovic und Nico Rieble (von links) nach dem mageren 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching.

Hansa bleibt zum achten Mal in Folge sieglos. Gegen Unterhaching zeigt die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev einen ideenlosen Auftritt.

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08. April 2018, 20:00 Uhr

Der FC Hansa hat offenbar das Siegen verlernt. Auch im achten Spiel in Folge blieb der Fußball-Drittligist ohne Dreier und kam am 33. Spieltag im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching nicht über ein 1:1 hinaus. Dabei war in erster Linie nicht das Ergebnis besorgniserregend, sondern der phasenweise lustlose Auftritt des Teams. „Mit der ersten Hälfte können wir gar nicht zufrieden sein. Das kann ich nur schwer in Worte fassen. Das war gar nichts von uns. Ich bin ganz ehrlich: Ich kann es von der Körpersprache und der Einstellung her nicht verstehen. Ich glaube, dass keiner ein Problem damit hat, wenn die Bälle mal nicht ankommen. Aber wenn die Körpersprache oder Mentalität nicht stimmt, dann ist es schon ein größeres Problem. Das müssen wir klar ansprechen“, findet Abwehrchef Oliver Hüsing nach dem Abpfiff deutliche Worte.

Auch Coach Pavel Dotchev kritisierte den ideenlosen Auftritt seiner Mannschaft vor allem in den ersten 45 Minuten. „Die erste Halbzeit hat mir gezeigt, dass einige Spieler schon ein bisschen anUrlaub denken. Wenn wir den Ball erobert haben, spielten wir nicht nach vorne. In der Halbzeitpause habe ich gesagt, dass Janis (Keeper Blaswich – d. Red.) unser Spielmacher war. Wir haben als Kollektiv versagt“, so der Trainer.

Folgerichtig lagen die Norddeutschen zum Seitenwechsel nach einem Gegentreffer von Kiomourtzoglou mit 0:1 hinten (18.).

Mit etwas mehr Schwung kehrten die Rostocker nach der Pause zurück auf den Platz. Mit einem entschlossenen Antritt ging Hüsing voran und dessen Querpass nutzte Lukas Scherff zum Ausgleich (48.). „Ich habe ja auch den Anspruch an mich selber, voranzugehen. Das habe ich gemacht. Die zweite Halbzeit war besser von uns. Wir waren präsenter in den Zweikämpfen. Nur so geht es, mit Herz und Leidenschaft. Das müssen wir auf den Platz bringen“, sagt Hüsing.

Hansa agierte endlich etwas zielstrebiger und verzeichnete durch Soufian Benyamina (50./Pfosten) und Nico Rieble (56./Latte) zwei Aluminiumtreffer. Doch danach verflachte das Geschehen erneut. Einzig ein Schussversuch von Bryan Henning aus 13 Meter weit am Tor vorbei brachte der FC Hansa noch fertig (81.). „Es ist nicht wichtig, ob wir gewinnen, verlieren oder unentschieden spielen, aber die Art und Weise ist mir wichtig“, macht Dotchev noch einmal deutlich, dass er mit dem Auftritt keinesfalls einverstanden war.

Insgesamt nur fünf Punkte aus den vergangenen acht Partien sind eindeutig zu wenig für die Ansprüche der Hanseaten. „Mit den vergangenen Wochen können wir auf gar keinen Fall zufrieden sein. Aber vielleicht ist es auch gut, weil es uns zeigt, dass es für oben mitzuspielen nicht reicht. Man sieht, dass wir noch nachjustieren und weiter hart arbeiten müssen. Dabei muss sich jeder an die eigene Nase fassen“, so Oliver Hüsing.

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