FC Hansa Rostock : LED-Banden im Ostseestadion

Premiere am 17. Juli beim Testspiel des FC Hansa gegen den VfL Wolfsburg

nnn.de von
20. Juni 2017, 21:00 Uhr

Ab 2017/18 kommen im Ostseestadion bei den Heimspielen des FC Hansa ultra-moderne LED-Banden zum Einsatz. „Erstmals werden sie beim Testspiel gegen den VfL Wolfsburg am 17. Juli zu sehen sein“, sagt Robert Marien, Vorstands-Chef des Rostocker Fußball-Drittligisten.

Der Traditionsverein erhofft sich dadurch, die Erlöse im Bandenbereich merklich steigern zu können. „Momentan können wir theoretisch einen nicht ganz siebenstelligen Betrag erzielen. Mit den neuen LED-Banden sind bis zu 70 Prozent mehr möglich“, so der 36-Jährige.


Live-Übertragungen des MDR nutzen


Bis die Banden jedoch jetzt endlich beim FC Hansa zum Einsatz kommen können, war es ein langer Weg. „Vor rund zweieinhalb Jahren haben wir uns in der Marketing-AG der 3. Liga Gedanken darüber gemacht, wie man zum Beispiel die vielen Live-Übertragungen des MDR besser nutzen kann. Zusammen mit Halle, Magdeburg, Chemnitz und Großaspach haben wir uns dann mit Rajko Richter vom MDR getroffen, um auszuloten, ob es sich lohnt, LED-Banden einzusetzen.“

Denn die Live-Übertragungen spielen in den Planungen natürlich eine große Rolle. Doch es galt noch weitere Hürden zu nehmen. So ist der Fernsehvertrag der 3. Liga an den der deutschen Nationalmannschaft gekoppelt, und die Richtlinien in Bezug auf die LED-Banden sind sehr hoch. Es sollte nur die neueste Technik zum Einsatz kommen. „Das wäre für viele Drittligisten natürlich mit zu hohen Kosten verbunden, doch gemeinsam mit dem MDR konnten wir beim DFB eine Lockerung erwirken, so dass auch ältere Technik eingesetzt werden kann“, so Marien, der mit der niederländischen Firma Sport-LED einen guten Deal für den FC Hansa aushandelte: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir vom Preis-Leistungs-Verhältnis aktuell den besten Vertrag der ersten drei Ligen in Deutschland haben.“

Die Rostocker müssen etwa eine mittlere vierstellige Summe pro Spiel aufwenden und könnten theoretisch einen hohen fünfstelligen Betrag generieren. Zudem sei jetzt eine spieltagsgenaue Vermarktung möglich, da die Kosten für die Herstellung der Spots im Vergleich zum Bekleben der Reiterbanden, wie sie zum Beispiel vor der Westtribüne stehen, deutlich günstiger sind. „Man kann etwa zehn Spots zum Preis einer Reiterbande produzieren lassen“, verrät Marien, der sagt, dass „es einen deutschlandweiten Pool von etwa 30 bis 50 Firmen gibt, die sehr an LED-Werbung interessiert sind“.

Der Vorstands-Chef hofft, dass die erste offizielle Vorführung der neuen Technik beim Testspiel gegen den VfL Wolfsburg hilft, weitere Geldgeber von den LED-Banden zu überzeugen, zumal die Partie voraussichtlich bei Sport1 übertragen wird: „Der Vorteil ist, dass die Reichweite für unsere Werbepartner relativ hoch ist. Wir wollen einfach anfüttern für die kommende Saison und neugierig machen sowie den Sponsoren zeigen, wie es im Fernsehen aussehen kann.“

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