FC Hansa Rostock : Pepic wenigstens noch mit dem Ausgleich

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Fotos: Andy Bünning

Zum Abschluss des 29. Spieltages der 3. Fußball-Liga trennte sich der FC Hansa am Montag 1:1 vom Halleschen FC.

nnn.de von
18. März 2019, 20:50 Uhr

Rostock | Es war der 19. (!) vergebliche Versuch der Rostocker, ein Montag-Spiel zu gewinnen, davor zuletzt in dieser Saison am 3. Dezember 2018 beim 1:1 gegen Spitzenreiter VfL Osnabrück. Aber wenigstens gelang noch der späte Ausgleich.

Dabei gab es schon große Montag-Auftritte wie am 20. November 2006, als die Hanseaten auf dem Weg, letztlich eine komplette 1. Halbserie der 2. Bundesliga ungeschlagen zu bleiben, beim damaligen Tabellenführer Karlsruher SC schon 0:3 und 1:4 hinten lagen und noch ein 4:4 schafften. Vermutlich hätten sie damals sogar noch einen Auswärtssieg geholt, wäre nicht Schiedsrichter Kinhöfer nach einem äußerst pünktlichen Feierabend zumute gewesen. Vom jetzigen Kader schon damals dabei: Kai Bülow.

Er gehörte auch zur Start-Elf des 1:0 zuletzt beim SC Preußen Münster. Diesmal jedoch stand er ebenso wie Pascal Breier nicht im Aufgebot, und auch Guillaume Cros blieb draußen. Dafür schickte Hansa-Trainer Jens Härtel diesmal Öztürk, Pepic und Rieble von Beginn an auf den Rasen.

Die erste Torannäherung verbuchten die Weiß-Blauen nach gut einer Minute durch Lukas Scherff, der allerdings den Ball aus spitzem Winkel nicht am Ex-Rostocker Torhüter Kai Eisele vorbeibekam.

Danach die Roten mächtig am Drücker und frühzeitig in der Vorhand: Heyer stand nach einer noch verlängerten Ecke mittig völlig blank und schob zum 1:0 für die Gäste ein (6.) - genau unterhalb des Transparentes "Montags hat nicht mal die Anzeigetafel Bock", das dort angebracht war, wo sich eben jene Tafel bis vor kurzem befand und bald eine neue ihren Platz bekommt.

Mit dem Gegentor wurde es noch ruhiger im Ostseestadion als ohnehin schon, nicht nur auf der Süd-Tribüne mit dem Spruchband "Hansafans gegen Montagsspiele".

Der HFC drängte weiter, half aber auch unfreiwillig mit, dass es wieder lauter wurde: Ballverlust, Cebio Soukou ist frei durch, versucht es mit einem geschickten Heber, doch die Kugel landet an der Latte statt im Netz (13.). Kurz darauf dringt Merveille Biankadi in den Strafraum ein, kommt zu Fall, klarer Elfmeter?! Leider nicht für Schiedsrichter Schmidt (15.).

Nach 25 Minuten kassierte Julian Riedel nach einem Foul an Fetsch tief im Mittelfeld auch noch seine zehnte gelbe Karte der Saison und fehlt damit gesperrt am Sonnabend beim Karlsruher SC. Innenverteidiger Nummer zwei, Kapitän Oliver Hüsing, war ebenfalls bereits vor der Pause Gelb-vorbelastet.

Der FCH hatte Ansätze vorzuweisen, war aber bei seinen Torannäherungen absolut zu harmlos oder entwickelte keine vernünftigen Ideen, um Ertrag daraus zu ernten (Biankadi 40., Pepic 43.). Die 1:0-Führung für Halle nach der ersten Hälfte war verdient. Die Gäste besaßen die besseren Chancen, so durch Mai, von dessen strammem Schuss sich Keeper Ioannis Gelios jedoch nicht überraschen ließ (41.).

Apropos überraschen: Mit viel Einfallsreichtum war Hansa gegen einen allerdings auch bissigen und dennoch diszipliniert und geschickt verteidigenden, die Räume eng machenden Kontrahenten nicht gesegnet. Maximilian Ahlschwede gab mal ein Signal mit seinem Ballgewinn und anschließender guter Flanke, die nur knapp nicht ankam (55.). Insgesamt gesehen jedoch kamen die Ostseestädter nicht so recht aus dem Knick, ständig fehlten die Anspielstationen. Halle konnte sie sich bequem vom eigenen Strafraum fernhalten und hatte überhaupt keine Mühe, das 1:0 in Ruhe zu verwalten. Auch die Einwechslung von Marcel Hilßner brachte keinen Effekt.

Es schien auf eine Niederlage hinauszulaufen – bis Pepic von halbrechts aus 20 Metern sein Herz in beide Hände nahm: Volltreffer und wenigstens noch das 1:1!

Rostock: Gelios – Ahlschwede, Hüsing, Riedel (77. Bischoff), Rieble – Wannenwetsch (58. Hilßner), Öztürk (77. Williams) – Biankadi, Pepic, Scherff – Soukou

Halle: Eisele – Lindenhahn, Heyer, Landgraf – Sohm, Washausen, Jopek, Bahn, Ajani (87. Schilk) – Mai (79. Braydon Marvin), Fetsch

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 12 005

Tore: 0:1 Heyer (6.), 1:1 Pepic (85.)

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