FC Hansa Rostock : Riedel von der Binde geehrt

Geht voran und vertritt den verletzten Oliver Hüsing als Kapitän: Julian Riedel (rechts) ist in dieser Saison noch mehr als Führungsspieler gefragt.
Geht voran und vertritt den verletzten Oliver Hüsing als Kapitän: Julian Riedel (rechts) ist in dieser Saison noch mehr als Führungsspieler gefragt.

Der Innenverteidiger wird seinen verletzten Abwehrpartner Oliver Hüsing als Hansa-Kapitän vertreten

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11. Juli 2018, 08:00 Uhr

Eine neue, aber nicht unbekannte Aufgabe erwartet Innenverteidiger Julian Riedel in dieser Saison beim Fußball-Drittligisten FC Hansa. Der 26-Jährige ist neuer Vize-Kapitän der Hanseaten und wird aufgrund der Verletzung seines Teamkollegen Oliver Hüsing (Außenbandriss Knie) in den ersten Spielen die Kogge als Kapitän anführen. „Klar ,Amo‘ (Amaury Bischoff – d. Red.) war in der vergangenen Saison erster Kapitän, aber durch Verletzungen oftmals raus gewesen. Und da haben ,Olli‘ und ich schon ein bisschen das Wort geführt. Jetzt, wo ,Olli‘ nicht da ist, rücke ich noch mehr in die Verantwortung“, erklärt Riedel zu seiner neuen Rolle. Ganz auf sich alleine gestellt, ist er dabei aber nicht und das weiß er: „Es rücken auch noch andere in die Verantwortung. Aber es ehrt mich natürlich, dass ich die Binde erst einmal trage. Jetzt habe ich noch mehr Lautstärke auf dem Platz, aber so viel anders wird es nicht.“

Dennoch kommt eine große Umstellung auf den Kicker zu: Er braucht zunächst einen neuen Partner in der Innenverteidigung. Das Duo Hüsing/Riedel galt in der abgelaufenen Saison 2017/18 als Garant für die überragende Defensivarbeit der Rostocker, war nicht nur schwer zu überwinden, sondern gehörte auch zur besten Abwehr der Liga. Keine leichte Aufgabe also für den „Neuen“ an der Seite von Riedel: „Schwierig wird es vor allem deshalb, weil ,Olli‘ und ich die Messlatte im vergangenen Jahr ziemlich hoch gelegt haben. Wir haben uns sehr gut von der Spielweise her verstanden. Nichts gegen die anderen jetzt, aber das gibt es sehr selten, dass man sich vom ersten Tag an so in der spielerischen Art und Weise versteht.“

Und das, obwohl die beiden eine gegensätzliche Herangehensweise haben: Hüsing, der eher der robust agierende Akteur ist und Riedel, derjenige, der vieles mit Auge löst. „Es hat sich toll ausgeglichen. Es ist ein herber Verlust – menschlich wie sportlich.“

Auf einen adäquaten Ersatz aus den eigenen Reihen vertraut Riedel dennoch. „Wir haben Max Reinthaler, Joshua Nadeau und andere, die diese Position spielen können. Da müssen wir jetzt in der Vorbereitung gucken, was am besten passt. Da vertraue ich dem Trainer, der das Auge dafür hat.“

Während er noch im vorigen Sommer als einer der Neuzugänge ins Team von Trainer Pavel Dotchev kam, gehört der Defensivmann nach einem Jahr an der Ostseeküste nun zu den „alten Hasen“. Erneut wurde ein großer Umbruch vollzogen. „Auch wenn der Trainer das kann, gehört auch Glück dazu. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die Qualität bei uns gestiegen ist, aber das wird man dann erst in der Liga sehen. Momentan finde ich, dass schon viele Automatismen vorhanden sind, viele Qualitätsspieler – das Gefühl ist gut“, so Julian Riedel.

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