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Hansa Rostock 1:0 – Hansa rumpelt ins Finale

Von GERI | 25.03.2015, 21:24 Uhr

Rostocker benötigen einen Elfmeter, um Sechstligist FC Anker Wismar zu bezwingen / Endspielgegner ist die TSG Neustrelitz

Kein erneuter Schwarzer Mittwoch wie 2014 (1:2 gegen Fünftligist Neubrandenburg), doch Fußball-Drittligist FC Hansa benötigte einen Elfmeter, um im eigenen Stadion das Landespokal-Halbfinale gegen den FC Anker Wismar mit 1:0 (0:0) zu gewinnen. Gegner im Endspiel am 13. Mai im Greifswalder Volksstadion ist Regionalligist TSG Neustrelitz, der gestern den Verbandsligisten Greifswalder SV 04 mit 2:0 (0:0) bezwang.

Die sechstklassigen Gäste, Tabellenführer der Verbandsliga, waren am Wochenende in der Meisterschaft spielfrei, konnten sich so voll auf ihr „Match des Jahres“ fokussieren. In der Woche zuvor hatten sie sich mit einem 4:0 über Aufbau Boizenburg schon mal warmgeschossen. Und sie durften gestern bis zum Schluss hoffen – zumindest auf eine Verlängerung.

Hansa trat wie angekündigt in Top-Besetzung an – lediglich Innenverteidiger Hüsing (Rückenprobleme) wurde geschont – und entwickelte Überlegenheit. Ja, es war vor der Pause eine relativ
einseitige Partie. Allerdings konnte man das, was die Blau-Weißen bewerkstelligten, keineswegs als völliges Verausgaben bezeichnen. Es war ein ziemlich langweiliger, da an Höhepunkten armer Kick. Die taktisch disziplinierten Gäste stellten sich defensiv geschickt an, vergönnten den Rostockern nur wenige Lücken, so dass jene kaum Torgefahr kreieren konnten. Einmal musste Anker-Verteidiger Bode nach Flanke von Ahlschwede gegen Sburlea eingreifen (15.), dann möhlte sich nach Vorarbeit von Kofler Stürmer Savran durch, doch Keeper Heskamp war auf dem Posten und lenkte den Schuss zur Ecke (23.).

Die ersten 45 Minuten waren soeben abgelaufen, als der arg unebene Boden den Gästen in die Karten spielte: Platzfehler, Ballverlust von Grupe, auf einmal stürmt Traore allein auf das Hansa-Gehäuse zu! Schuhen jedoch verkürzt sehr gut den Winkel, drängt den Wismarer ab. Die Riesenchance für den krassen Außenseiter zur Führung – vertan…

Der FC Anker war jetzt allerdings auf den Geschmack gekommen und suchte mutig den Weg nach vorn, kam zu drei Ecken in Folge (53.). Die Rostocker, die immer mehr einem Kraut-und-Rüben-Fußball zu verfallen schienen, waren jedoch cleverer: Weidlich, geschmeidiger im Strafraum-Zweikampf als sein Gegenüber Salzard, holte einen Elfmeter heraus, den Ruprecht sicher zum 1:0 vollstreckte (60.). Im weiteren Verlauf steigerte sich Hansa. Das 2:0 verhinderte Heskamp stark gegen Radjabali-Fardi (78./nach Eingabe von Jakobs).

Rostock: Schuhen – Ahlschwede (V), Grupe, Ruprecht, Sumusalo – Weidlich, Kofler, Ikeng (46. Radjabali-Fardi), Bickel (V) – Savran (V/88. Srbeny), Sburlea (66. Jakobs/V)

Schiedsrichter: Scheller (Waren/ Müritz). Zuschauer: 4100

Tor: 1:0 Ruprecht (60./Foulelfmeter)