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Hansa Rostock Ahlschwede lebt das Wir-Gefühl

Von Redaktion svz.de | 04.03.2015, 08:00 Uhr

Hansas neuer Rechtsverteidiger fordert trotzdem einen noch besseren Teamgeist für den einen oder anderen Sieg mehr

Trotz elf Punkten aus fünf Spielen ist längst nicht alles Gold was glänzt beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. „Wir können den Sieg gegen Halle schon ganz gut einordnen. Das war jetzt kein Superspiel von uns, aber wir haben an uns geglaubt und dafür wurden wir belohnt. Doch wenn wir in Zukunft weiter punkten wollen, brauchen wir auch bessere Auftritte“, so die klare Ansage von Maximilian Ahlschwede.

Der Rechtsverteidiger, der im Winter vom Liga-Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden nach Rostock wechselte, hat sich rasch zu einem Leistungsträger entwickelt und gehörte auch in Halle zu den auffälligsten Akteuren. Neben seiner gewohnten Defensivstärke setzte der 25-Jährige aber auch im Angriff Akzente, schickte beispielsweise nach tollem Ballgewinn mit einem Superpass Stürmer Marcel Ziemer auf die Reise (83.), der jedoch am Keeper scheiterte: „In erster Linie bin ich dafür da, dass ich meine rechte Seite zu mache. Wenn dann ab und zu ein ordentlicher Pass oder eine Flanke dabei herauskommt, ist es natürlich umso besser.“

Innerhalb von nur fünf Partien konnten die Ostseestädter ihre Situation im Kampf um den Klassenerhalt deutlich verbessern. Waren es zum Winter noch vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aktuell fünf Zähler. Selbst bei bereinigter Tabelle – einige Teams haben noch Nachholpartien – läge Hansa mindestens mit zwei Punkten vorne. „Es ist schön, dass wir uns relativ schnell ein bisschen von unten lösen konnten. Darüber konnten wir uns jetzt ein paar Tage freuen. Zwei Siege in Folge sind in dieser Liga einfach Gold wert, weil es so eng beisammen ist. In Halle hatten wir Glück, dass wir noch mit drei Punkten nach Hause fahren. In Großaspach ließen wir mit ein bisschen Pech zwei Punkte liegen. So gleicht sich das aus. Jetzt müssen wir auch gucken, dass wir am Sonnabend wieder punkten. Denn wir haben bislang nichts geschafft. Es sind noch elf Spiele und da brauchen wir ein paar mehr Punkte, um auch wirklich über dem Strich zu bleiben“, weiß Ahlschwede, der mit seiner aggressiven Spielweise vorangehen will: „Doch das bin ich nicht alleine. Wir versuchen uns vor dem Spiel gegenseitig hochzufahren und zu unterstützen. Im Abstiegskampf in der 3. Liga wird einem nichts geschenkt. Deshalb sollte man schon eine gewisse Grundaggressivität an den Tag legen.“

Der Abwehrmann lebt das Wir-Gefühl und hofft auf die Verlängerung der Erfolgsserie: „Wir sind natürlich die Letzten, die etwas dagegen haben. Fünf Spiele ungeschlagen zu sein, ist schon nicht schlecht. Trotzdem müssen wir Spiel für Spiel dagegenhalten und als Team geschlossen arbeiten. Das ist das, was in der 3. Liga wichtig ist. Dafür, dass wir noch nicht so lange zusammengehören, haben wir es bislang gut gemeistert. Unser Anspruch muss sein, dass wir einen noch besseren Teamgeist bekommen, dann kriegen wir vielleicht den einen oder anderen Sieg mehr zu Stande.“