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FC Hansa Rostock Brand fordert Grundtugenden ein

Von MABO | 29.01.2016, 08:00 Uhr

Nach dem desaströsen Auftritt beim 1:5 in Köln erwartet der Hansa-Chefcoach morgen eine Reaktion seiner Mannschaft

So richtig lässt Christian Brand, Cheftrainer des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock, die 1:5-Pleite seiner Mannen am vergangenen Freitag beim SC Fortuna Köln nicht los. „Fünf Tore, das ist eine unglaubliche Klatsche. Hansa Rostock ist ein Team, das immer über die Physis kam, unglaublich stabil war in der Defensive. Das waren nun mehrere Schläge ins Gesicht, die der Mannschaft gezeigt haben, so geht es nicht“, sagt Brand. „Die Jungs wollten viel, sie hatten sich viel vorgenommen, deshalb waren sie auch so geschockt, dass es nach hinten losgegangen ist.“

Bis Dienstag Morgen waren seine Kicker noch in einer Art Lähmungszustand. Aber das Gute am Fußball sei, dass es direkt weiter gehe und das nächste Ereignis bereits warte. „Klar, wenn man in fünf Minuten das Spiel aus der Hand gibt, dann ist erst einmal ein Schockzustand da. Das muss jetzt aber aus den Köpfen raus. Und dann ist Sonnabend wieder ein neues Game.“ Und für die morgige Begegnung mit dem VfL Osnabrück (14 Uhr, Ostseestadion) stellt er ganz klare Forderungen an sein Team – die Grundtugenden des Fußballs wieder verinnerlichen und auf den Platz bringen: laufen, kämpfen, Teamgeist und füreinander da sein auf dem Feld. „Die Mannschaft ist das in Köln in der falschen Reihenfolge angegangen. Sie hat versucht, alles fußbal-lerisch zu lösen, wie wir das in der Vorbereitung auch versucht haben“, analysiert der 43-Jährige, nimmt sich dabei aber nicht aus der Verantwortung: „Wenn wir 1:5 verlieren, dann bin ich genauso ein Teil der Mannschaft.“

Insbesondere in der 3. Liga würden viele Spiele mit dem Zweikampfverhalten entschieden. „Vermehrtes Zweikampfverhalten, auch im positiven Sinne, führt zu erhöhtem Selbstvertrauen. Man ist dann sicherer und besser im Spiel und kann auch Dinge umsetzen“, erklärt Christian Brand weiter.

Nach dem Wochenende steht der FC Hansa erneut auf einem Abstiegsplatz. „Das ist scheiße. Alles, was wir uns vor der Winterpause aufbauten, haben wir mit einem Spiel mehr oder weniger umgestoßen. Mit dem ganzen Programm, wir haben alles falsch gemacht. Jetzt sind wir natürlich wieder unter Druck.“

Und nun kommt mit dem aktuell Tabellenfünften kein einfacher Gegner ins Ostseestadion. „Ich bin gespannt auf Sonnabend, wie die Mannschaft reagiert. Aber ich kann mir vorstellen, dass da eine Reaktion kommt – muss auch, ganz klar“, fordert Christian Brand.