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FC Hansa Brincker tritt aus Aufsichtsrat zurück

Von BJAR | 06.03.2015, 11:00 Uhr

Vertrauensdefizite lassen eine weitere Zusammenarbeit im höchsten Kontrollgremium des Vereins nicht mehr zu.

Der Rostocker Unternehmer Jan-Hendrik Brincker (42) tritt mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat (AR) des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock zurück. Da es keine weiteren Ersatzkandidaten gibt, besteht der AR jetzt aus sechs Personen und ist weiterhin voll geschäftsfähig, da laut Vereinssatzung mindestens fünf Mitglieder vorgeschrieben sind.

Im Zuge der Nachlizenzierung im Januar sei es zu Informationsdefiziten beim Verkauf einer ausstehenden Forderung in Höhe von 164 000 Euro aus der Ausbildungsentschädigung für Toni Kroos, der von Bayern München zu Real Madrid gewechselt war, gekommen. Der Vorstand des FC Hansa hatte zur kurzfristigen Schließung der Liquiditätslücke von 1,15 Millionen Euro die letzte Teilrate des Trans-fererlöses verkauft, um die finanziellen Mittel sofort einsetzen zu können. Dabei handele es sich um ein legitimes Finanzierungsmodell. „Ich habe in einer für den Verein prekären Lage helfen wollen. Durch eine Rückkaufoption muss dem Verein auch kein Schaden entstehen. Allerdings ist die Kommunikation nicht optimal gelaufen. Das damit entstandene Vertrauensdefizit macht eine weitere Zusammenarbeit im höchsten Vereinsgremium unmöglich“, so Jan-Hendrik Brincker.

„Wir haben den Rücktritt angenommen und wünschen Jan-Hendrik Brincker alles Gute. Wir müssen jetzt unsere ganze Kraft und Energie in den sportlichen Kampf um den Klassenerhalt stecken“, sagte Aufsichtsratschef Harald Ahrens.