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Hansa Rostock Dank Sturmriese Smetana: Hansa Rostock siegt wieder

Von Redaktion svz.de | 23.09.2012, 01:37 Uhr

Marc Fascher hat Hansa Rostock das Siegergen eingeimpft.

Zwei Siege innerhalb einer Woche haben den einstigen Fußball-Bundesligisten in der 3. Liga sportlich wieder auf Kurs gebracht und neue Euphorie unter den Fans entfacht. «Ich hatte 90 Minuten Gänsehaut. Da jagt Dir ein Schauer nach dem anderen den Rücken runter bei so einer Stimmung hier im Stadion», gestand der 44-jährige Hansa-Coach nach seinem Einstand in der DKB-Arena. Der fiel mit dem 2:0 (2:0) über den Halleschen FC ebenso überzeugend aus wie das 2:1 eine Woche zuvor beim 1. FC Heidenheim.

Hansa ist nicht wiederzuerkennen. Und Sebastian Pelzer weiß auch warum. «Wir haben einen Plan, und den versuchen wir umzusetzen. Das haben wir heute geschafft», berichtete der 31 Jahre alte Kapitän. Der Abwehrroutinier war unter Faschers Vorgänger Wolfgang Wolf oft nur zweite Wahl, ist aber nun wieder gesetzt.

Ondrej Smetana erging es ebenso. Auch der 1,98 Meter große Tscheche war bei Wolf ein Wackelkandidat und blüht nun auf. Das Siegtor in Heidenheim, der Doppelpack in der 10. und 32. Minute gegen Halle - der lange Lulatsch scheint in Rostock angekommen zu sein. Und auch er weiß, woran das liegt. «Einige Dinge haben wir verändert, und schon läuft es besser als zuvor. Bei mir und bei den anderen», befand Smetana treffend und ließ sich von den fast 12 000 begeisterten Fans feiern.

Alle Zuschauer machten aber nicht mit - schon gar nicht die Gäste-Anhänger, die wegen einer Zugverspätung erst nach dem ohnehin schon um eine halbe Stunde verspäteten Anpfiff im Stadion eintrafen. Sie wären besser gleich ganz zu Hause geblieben, so ungastlich wie sich ein Teil von ihnen benahm. «Bereits während der Bahnanreise der 570 Gästefans aus Halle wurde sowohl im Zug als auch im Rostocker Hauptbahnhof Pyrotechnik gezündet», heißt es im Polizeibericht.

Die starke Rauchentwicklung habe zum Anlaufen der Brandmeldeanlage des Bahnhofes geführt. Bei der Abreise wurde nach Polizei-Angaben wieder gezündelt und die Feuerwehr musste ein zweites Mal eingreifen. Rund um das Spiel waren 1100 Polizisten im Einsatz. Die Partie selbst musste kurz nach der Halbzeit kurzzeitig wegen des Abbrennens von Bengalos und Böllern im Halle-Fanblock unterbrochen werden und wird so für den HFC ein unangenehmes und wohl teures Nachspiel haben.