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FC Hansa Rostock Das Duell um die linke Seite

Von MABO | 17.01.2018, 08:00 Uhr

Auf der Außenbahn des FC Hansa gibt es einen heißen Konkurrenzkampf – Christopher Quiring und Lukas Scherff buhlen um den Platz

Die Qual der Wahl auf der linken Außenbahn hat Hansas Trainer Pavel Dotchev in der Frühjahrsrunde der 3. Fußball-Liga 2017/18. Mit Christopher Quiring und Lukas Scherff bieten sich gleich zwei Offensivakteure für diese Position an, um beim Auftakt bei der SG Sonnenhof Großaspach (Sonnabend 14 Uhr) in der Start-Elf zu stehen. „Lukas Scherff agiert etwas geradliniger, geht auch mal lange Wege und startet in die Tiefe. Christopher Quiring spielt dagegen ein bisschen mehr mit Auge“, schätzt der 52-jährige Fußball-Lehrer ein und ergänzt: „Es gibt Sachen, die für beide sprechen. Aber ich kann leider nicht mit beiden spielen.“

Der 27-jährige Christopher Quiring hat bereits zum Ende der Hinrunde sein Comeback nach langer Verletzungspause gegeben. In den vier erfolgreichen Winter-Testspielen kam er jedes Mal zum Einsatz und konnte auch die gesamte Vorbereitung absolvieren. „Ich fühle mich gut. In den Partien habe ich meistens Linksaußen gespielt. Aber der Trainer hat mit mir noch nicht gesprochen, wo er mich sieht“, erklärt Quiring. Deutlich ist aber: Dotchev präferiert ein Spiel mit einem Linksfuß auf der rechten und einem Rechtsfuß auf der linken Seite. „Ich glaube, so hatten wir Erfolg. Deswegen habe ich kein Problem, auf links zu spielen. Für Überraschung können Marcel Hilßner und ich im Spiel zudem mit Seitenwechseln sicher sorgen. Diese Dinge kann man sich im Spiel offen halten.“ Den FCH machte in der Hinrunde vor allem aus, dass er auch mal Spiele auf Augenhöhe für sich entscheiden konnte. „Wenn wir das in der Rückrunde fortsetzen, können wir einiges erreichen. Ich bin völlig zuversichtlich, dass wir mit der Truppe etwas schaffen können“, sagt Christopher Quiring. Dabei möchte er auf dem Spielfeld helfen.

Dies will aber auch sein Konkurrent auf der linken Seite, Lukas Scherff. „Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Rückrunde. Ich durfte in jedem Testspiel ran und denke, dass ich auch ganz gut gespielt habe“, zeigt sich der 21-Jährige zuversichtlich. Sein Ziel für die verbleibenden Partien: „Dort ansetzen, wo ich in der Hinrunde aufgehört habe. Ich will noch mehr Einsatzzeiten bekommen und vielleicht auch das eine oder andere Tor selbst schießen oder vorbereiten“, sagt er mit einem Lachen. Mit dem Kampf um seine Position auf der linken Seite kommt der junge Kicker gut zurecht: „Es ist normal, dass noch einige andere Spieler dort auch spielen können. Wir werden sehen.“

Bis Sonnabend muss Trainer Dotchev eine Entscheidung fällen. Klar ist, dass beide Akteure ihrem Coach mit überzeugenden Trainingseindrücken die Wahl so schwer wie möglich machen wollen.