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Hansa Rostock Ein "Vorbereitungsspiel" fürs Landespokalfinale

Von André Gericke | 17.05.2013, 09:53 Uhr

Im Grunde geht es morgen ab 13.30 Uhr in der DKB-Arena lediglich um die berühmte goldene Ananas.

Das Drittliga-Duell am 38. und damit letzten Spieltag zwischen dem gastgebenden FC Hansa Rostock und dem FC Rot-Weiß Erfurt hat nur noch Auswirkungen auf die Endplatzierungen der Teams. Den Klassenerhalt haben beide Vertretungen sicher, den Aufstiegskampf verfolgten sowohl die Ostseestädter als auch die Thüringer in dieser Saison weitgehend mit dem Fernglas.

„Es ist ein gutes Gefühl, dass es nur noch ein ,Freundschaftsspiel’ ist. Das heißt, dass wir rechtzeitig den Klassenerhalt geschafft haben und uns ein echtes Finale gegen Erfurt erspart bleibt. Die Erleichterung ist schon groß“, sagte FCH-Trainer Marc Fascher.

Der 44-Jährige wird morgen seine Heim-Abschiedsvorstellung bei den Rostockern geben. Sein auslaufenden Vertrag wurde nicht verlängert. Trotz der eigentlichen Bedeutungslosigkeit der Begegnung verlangt der Fußball-Lehrer noch einmal vollen Einsatz von seiner Truppe. „Wir sind den Fans einfach schuldig, dass wir das letzte Heimspiel gewinnen. Wir haben in dieser Saison zu Hause nicht viele Höhepunkte gesetzt. Da sind wir jetzt gegen Erfurt in der Pflicht, unseren Fans etwas zu bieten“, erklärte Marc Fascher, der sich über die erwartete Kulisse von 12 000 bis 14 000 Zuschauern freut: „Das wird noch einmal ein tolles Gefühl. Wir werden die bestmögliche Mannschaft aufbieten.“
Kontrahent Erfurt hat einen ähnlichen Saisonverlauf hinter sich und kämpfte lange um den Erhalt der 3. Liga. Nachdem dieses Ziel erreicht wurde, bat RWE-Trainer Alois Schwartz die Verantwortlichen des Vereins aus familiären Gründen um seine Freistellung. Er wechselt in die Nähe seines Wohnortes Mannheim zum Zweitliga-Absteiger und damit künftigen Rostocker und Erfurter Liga-Konkurrenten SV Sandhausen. Ein Wiedersehen in der kommenden Serie ist damit garantiert.

Sowohl Hansa als auch Rot-Weiß werden das morgige Duell sicherlich als eine Art Vorbereitungsspiel für die jeweiligen Finals im Landespokal nutzen. Doch während Erfurt beim designierten Thüringen-Meister und Oberliga-Aufsteiger SV Schott Jena bereits am kommenden Mittwoch (22. Mai) antritt, müssen die Rostocker noch eine Woche länger warten, ehe es beim Regionalligisten TSG Neustrelitz zur Sache geht. Nur die Sieger qualifizieren sich für den DFB-Pokal in der kommenden Saison. „Wir werden uns auf das Finale genauso vorbereiten wie auf jedes andere Spiel. Der Pott muss her“, so Fascher, der bislang erst einmal – während seiner Zeit in Münster – einen Landespokal gewann.