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Cambs-Leezen gegen Hansa Rostock Ein würdiges Benefizspiel

Von habi | 25.06.2018, 05:00 Uhr

Spielvereinigung Cambs-Leezen und Hansa Rostock kicken vor über 1100 Zuschauern für verstorbenen Philipp Iwanow

Den Verlust eines Freundes, Partners, Vaters oder auch Teamkollegen kann nichts aufwiegen. Der Schock, der bei der Spielvereinigung Cambs-Leezen im Januar durch die Reihen ging, als Philipp Iwanow bei einem Autounfall ums Leben kam, saß und sitzt noch immer tief. In Leezen wollte man aus dieser Schockstarre entfliehen und Kumpel Philipp Iwanow so etwas wie die letzte Ehre erweisen. Das ist dem Verein mit dem Benefizspiel am Freitagabend vor 1120 Zuschauern im Stadion Lambrechtsgrund durchaus gelungen.

Eigentlich wollte Philipps Freundin Melanie Bera im Vorfeld ein paar Worte an die Zuschauer richten. Gerührt von der Anteilnahme im Stadion und auch überwältig von ihren eigenen Emotionen wurde dieses Unterfangen aber schnell zu den Akten gelegt. Worte brauchte es auch nicht mehr, die Schweigeminute kurz vor Spielbeginn reichte allen Beteiligten aus.

Auch wenn der Anlass für das Spiel gegen die Profis des FC Hansa ein trauriger war, direkt nach Anpfiff konnten einige auch schon wieder scherzen. „Denen fällt überhaupt nichts ein“, raunte es von der Cambs-Leezener Bank – nach 30 Sekunden wohlgemerkt. Gegen die zweite Mannschaft der Spielvereinigung fiel dem Drittligisten dann aber eine Menge ein. Schnell, direkt und kombinationsfreudig schenkte Hansa Cambs-Leezen bis zur Pause neun Tore ein. Die Fußballer aus der Landesklasse kamen kaum gefährlich vor den Kasten von Philipp Puls, den ersten „Torschuss“ ließen sie sich aber nicht nehmen.

Im zweiten Durchgang wechselte Hansa sechs Mal, Cambs-Leezen die ganze Mannschaft. Das Landesliga-Team der Spielvereinigung hielt dann gegen die Rostocker Angriffswellen besser stand und konnte ab und an auch offensiv Akzente setzen. Die drei weiteren Tore fielen allerdings alle für den FCH zum 12:0-Endstand.

Natürlich kann, wie eingangs erwähnt, dieses Benefizspiel den Tod nicht aufwiegen. Allerdings kann diese gelungene Veranstaltung den Schmerz ein wenig lindern...