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FC Hansa Rostock Eine Chance für Andrist

Von André Gericke | 23.09.2015, 06:00 Uhr

Vor mehr als 15000 Anhängern trifft Rostock heute Abend auf Magdeburg. Der Schweizer Neuzugang könnte sein Start-Elf-Debüt für Hansa geben.

„Premiere“ im Ostseestadion: Erstmals seit der Zugehörigkeit zum Deutschen Fußball-Bund stehen sich heute von 20.30 Uhr an der FC Hansa Rostock und der 1. FC Magdeburg in einem Punktspiel gegenüber. Dennoch verfügt dieses Duell natürlich über eine Menge Tradition.

In der Oberliga der ehemaligen DDR gab es bereits 53-mal diese Auseinandersetzung. Allerdings trennten sich nach der Saison 1990/91 die Wege. Während Hansa lange Jahre in der 1. und 2. Bundesliga zu Hause war, stürzte der 1. FCM zeitweise sogar bis in die Oberliga ab. Nach zuletzt neun Jahren in der Regionalliga folgte im Sommer der erstmalige Aufstieg in die 3. Liga. „Magdeburg spielt sehr körperbetont, ist kampf- und laufstark. Es zeigt sich auch, wie eine Truppe wachsen kann, wenn wichtige Eckpfeiler zusammenbleiben, wenn ich an die Mittelachse Puttkammer, Sowislo und vorne Beck denke, die schon lange zusammenspielen und eine Mannschaft führen können. Sie sind sehr geschlossen und ein richtig guter Aufsteiger, den man erst einmal bearbeiten muss“, so Hansa-Trainer Karsten Baumann, der überzeugt ist, dass sein Team dagegenhalten kann: „Wir haben in den vorigen Spielen bewiesen, dass wir auch über die Physis kommen können, und wollen das natürlich auch am Mittwoch wieder in die Waagschale werfen.“

Der Fußball-Lehrer ist erneut gezwungen seine Start-Elf umzubauen, da Mittelfeld-Abräumer Marco Kofler wegen Gelb-Sperre fehlen wird. Seine Rolle könnte Marc Baumgarten übernehmen oder auch Allzweckwaffe Michael Gardawski. Des Weiteren dürfte der Schweizer Stephan Andrist zu seinem Debüt von Beginn an kommen. Bislang hatte er einige Kurzeinsätze: „Die Qualitäten, die er hat, konnte man in seinen Einsätzen sehen. Er hat jetzt 90 Minuten im Landespokal gespielt. Ob es für 90 Minuten in der Liga reicht, dass weiß ich nicht, aber ich hätte kein Problem damit, ihn von Anfang an zu bringen. Ich glaube, dass er so weit ist. Er wird vielleicht nicht ganz durchhalten, aber ist heiß darauf, zu spielen.“