Ein Angebot des medienhaus nord

Hamburg Einstiger Hansa-Profi angeklagt

Von dapd | 12.10.2010, 12:18 Uhr

Ein halbes Jahr nach dem Fund von 1,2 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen ist gestern der Prozess gegen die mutmaßlichen Schmuggler eröffnet worden.

Die sechs Männer im Alter von 27 bis 35 Jahren müssen sich wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Die Beschuldigten sollen Drogen in einem Marktwert von rund 40 Millionen Euro von Südamerika nach Hamburg geschmuggelt haben. Die Bande war aufgeflogen, nachdem Fahnder am 12. April im Hamburger Hafen mit 1,2 Tonnen Kokain aus Asuncion (Paraguay) einen der hierzulande bislang größten Drogenfunde gemacht hatten.

Zuvor sollen vier der Angeklagten ab November 2009 bereits 500 Kilogramm ebenfalls aus Paraguay eingetroffenes Kokain erfolgreich verkauft haben. Dabei soll die Gruppe in der Wohnung eines der Angeklagten zeitweise mehr als fünf Millionen Euro gelagert haben. Der 31-Jährige, der inzwischen aufgrund einer möglichen Bedrohung in den Zeugenschutz aufgenommen wurde, ist ein ehemaliger Bundesligaspieler von Hansa Rostock.