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FC Hansa Rostock Mit einem Sieg auf Platz zwei klettern

Von Andre Gericke | 22.11.2018, 18:31 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock nimmt am Freitagabend in Lotte einen Aufstiegsplatz in Visier

Es winkt Platz zwei. Mit einem Sieg am Freitagabend in Lotte könnte der FC Hansa zumindest bis zum Sonntag auf einen Aufstiegsrang der 3. Fußball-Liga klettern. "Grundsätzlich ist die Motivation, das Spiel zu gewinnen und die nächsten drei Punkte zu holen. Der Tabellenplatz ist meiner Meinung nach jetzt immer noch nicht wichtig. Vielleicht können wir in der Rückrunde mal daraufschauen. Jetzt gilt es einfach, Punkte zu sammeln, damit wir eine gute Ausgangsposition haben. Das ist das Ziel", sagt Stefan Wannenwetsch.

Der dienstälteste Rostocker Profi - seit Februar 2016 im Verein - weiß, dass "wir uns, komischerweise seit ich hier bin, erfahrungsgemäß gegen die vermeintlich kleineren Gegner schwerer tun. Letztlich müssen wir unsere Leistung auf den Platz bringen, und dann verlieren wir auf jeden Fall nicht hoch", so der gebürtige Bayer mit dem ihm eigenen Humor. Denn das Ziel lautet ganz klar Auswärtssieg und damit die positive Serie von vier Siegen und zwei Remis aus den vergangenen sechs Partien auszubauen. "Man glaubt einfach an sich selber, wenn man sieht, dass das, was man macht, auch Früchte trägt. Das ist natürlich hilfreich. Wenn man verliert, wird öfter mal etwas geändert. Jetzt steht das Gerüst und wir sind eingespielt, das kommt uns zu Gute", so "Wanne", der nach dem Ausfall von Phil Ofosu-Ayeh weiterhin hinten rechts aushelfen muss. Ein Problem damit hat der eigentliche zentrale Mittelfeldspieler aber nicht: "Grundsätzlich ist es besser, auf dem Platz zu stehen, als auf der Bank zu sitzen. Ich nehme das an. Wenn mich der Trainer dort aufstellt, ist das okay für mich und stelle ich mich in den Dienst der Mannschaft. Wichtig ist, dass wir punkten."

Fünfmal könnten die Norddeutschen im Jahr 2018 noch Zähler sammeln. Wannenwetsch schwebt das Maximale vor. "Am besten wären natürlich 15 Punkte, aber es ist ja leider kein Wunschkonzert. Die Gegner sind auch stark und wir spielen vor allem noch gegen ein paar Top-Teams. Natürlich ist das Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn es dann 13 Punkte werden, bin ich auch zufrieden", sagt der 26-Jährige, der als Minimalziel neun bis zehn Zähler ausgibt.

Dann würden die Rostocker gewiss oben dabei bleiben und hätten sich eine gute Ausgangsposition erarbeitet. "Wir gehören zum erweiterten Kreis. Aber es geht auch ganz schnell. Wir haben es im vergangenen Jahr gesehen. Da hat ein Monat gereicht, dass alles vorbei war. Solch einen Monat wollen wir dieses Jahr einfach nicht haben. Ob wir Zweiter, Vierter oder Sechster sind, ist jetzt erst einmal uninteressant. Wichtig sind die Leistung und das Punktekonto", erklärt der Defensivmann und richtet den Fokus auf Lotte: "Sie sind schlecht gestartet, haben sich unter dem neuen Trainer aber stabilisiert. Es wird ein hartes Spiel in einem engen Stadion. Durch das familiäre Umfeld sind sie in Lotte sicher zusammengewachsen. Nichtsdestotrotz sind wir so selbstbewusst, dass wir da hinfahren und gewinnen wollen."