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FC Hansa Rostock Hildebrandt will in die Start-Elf

Von Andre Gericke | 29.11.2018, 15:30 Uhr

Nach zuletzt zwei Einwechslungen könnte der Mittelfeldmann von der Gelb-Sperre für Julian Riedel profitieren.

Ein tolles Freistoßtor gegen den 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal, anschließend ein Treffer beim 1:1 in Jena und doch saß Jonas Hildebrandt danach im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (4:1) sowie zuletzt in Lotte (0:1) nur auf der Bank, kam lediglich zu zwei Kurzeinsätzen. "Generell ist es nach Spielen, in denen man von Anfang an gespielt hat, immer hart, wieder auf die Bank zu müssen. Für mich war es diesmal sogar noch ein Stückweit härter, weil ich nach den beiden Toren auch das Gefühl hatte, dass ich gute Argumente habe, weiter zu spielen", sagt der 21-Jährige. Allerdings habe Trainer Pavel Dotchev mit dem Youngster gesprochen und ihm seine Entscheidung erklärt: "Er kam zwei Tage vor dem Spiel gegen Kaiserslautern zu mir und hat es begründet. Damit war das Thema auch durch. Der Trainer entscheidet, und er hat gegen Kaiserslautern auch die richtige Entscheidung getroffen. Das muss man dann auch ehrlich so anerkennen und akzeptieren."

Im Heimspiel am Montag gegen den VfL Osnabrück winkt dem Mittelfeldmann nun aber die Rückkehr in die Start-Elf. Er könnte von der Gelb-Sperre von Julian Riedel profitieren, falls Kai Bülow, der zuletzt im defensiven Mittelfeld agierte, den Innenverteidiger ersetzt. Deswegen jedoch extra Gas zu geben sei nicht sein Ding, denn "ich freue mich auf jedes Spiel und gehe in jede Trainingswoche so rein, dass ich von Anfang an spielen kann. Wenn ich gebraucht werde, haue ich mich voll rein und bin für die Mannschaft da. Am Ende liegt es am Trainer."

Für Hildebrandt ist das Duell am Montag ein Spitzenspiel. "Sowohl die Tabellensituation als auch die Qualität beider Mannschaften machen es zu einem. Wir freuen uns alle auf einen geilen Gegner und ein geiles Spiel in unserem Stadion. Wir haben gezeigt, dass uns die Mannschaften von oben ganz gut liegen und wir da immer ganz guten Fußball spielen. Es wird ein schweres Spiel, aber wir gehen mit Vorfreude und Motivation ran, um die Punkte zu holen. Die Tabelle ist so eng, da kann alles passieren. Mit drei Punkten wären wir wieder ganz dick im Geschäft", weiß der Allrounder.

Mit seinen ersten Monaten in Rostock ist er zufrieden. Der Schritt vom 1. FC Köln II aus der Regionalliga West zum FC Hansa war der richtige. "Ich denke, dass ich mich gut entwickelt habe sowohl sportlich als auch persönlich. Über die Spielzeiten lässt sich vielleicht streiten, aber ansonsten hatte ich ein gutes erstes halbes Jahr", spürt man den Ehrgeiz des Kickers, sich in Rostock durchzubeißen.

Jonas Hildebrandt hofft, dass der Protest der Fans gegen Montagsspiele die Partie nicht zu sehr beeinflussen wird. "Wir brauchen jeden einzelnen Fan im Stadion. Ich kann verstehen, dass sie nicht so glücklich darüber sind, aber Fakt ist auch, dass wir die Unterstützung benötigen, egal, ob wir am Dienstag um 7 Uhr morgens oder am Montag um 19 Uhr abends spielen. Am Ende haben wir Spieler nicht zu entscheiden, wann gespielt wird, und dürfen uns auch nicht zu sehr davon ablenken lassen. Für die Fans hoffe ich natürlich, dass in Zukunft die Montagsspiele wieder abgeschafft werden und sie somit glücklich sind und uns unterstützen", so der Rostocker, der hofft, dass etwaige Aktionen der Fans nicht den Spielverlauf beeinträchtigen. Zuletzt bei Münster gegen Braunschweig (3:0) warfen Fans Gummibälle aufs Spielfeld und sorgten für eine Unterbrechung. "Wir hatten so etwas Ähnliches ja schon in Jena, und ich hoffe, die Fans haben daraus gelernt, dass wir mit der Unterbrechung nicht ganz so glücklich waren. Wir wollen unseren normalen Rhythmus, damit wir unsere Leistung abrufen können, um eine neue Serie zu starten. Wir wollen das Spiel in Lotte abschütteln und die drei Punkte holen", sagt Jonas Hildebrandt.