Ein Angebot des medienhaus nord

FC Hansa Rostock Glücksbringer Kofler will auf den Platz

Von GERI | 20.03.2015, 08:00 Uhr

Der Österreicher hat seine Gelb-Sperre abgesessen. Zudem ist er der einzige noch unbesiegte Hanseat.

Glücksbringer und Kartensammler: Morgen im Heimspiel gegen Fortuna Köln – 14 Uhr in der DKB-Arena – kann Hansa-Kicker Marco Kofler wieder seinen beiden „Lieblingsbeschäftigungen“ nachgehen. Der Österreicher, der momentan noch der einzige unbesiegte Spieler im Kader der Rostocker ist, hat nämlich seine Sperre wegen fünf gelber Karten in fünf Spielen abgesessen. „Natürlich war es schade, dass ich in Bielefeld nur auf der Tribüne sitzen konnte. Daher bin ich noch mehr motiviert, jetzt gegen Köln einen weiteren Dreier zu holen“, so der 25-Jährige.

Gemessen an seinen bisherigen Leistungen in Rostock, die dazu beitrugen, dass die Ostseestädter mit ihm drei Siege und zwei Remis holten, scheint eine Rückkehr des Mittelfeld-Abräumers in die Start-Elf nur die logische Folge zu sein. Allerdings will der Kicker als Glücksbringer nur ungern herhalten. „Die liegen ja meistens im Tor oder dahinter. Ich möchte lieber auf dem Platz stehen“, so Kofler mit einem Augenzwinkern.

Seit anderthalb Monaten ist der gebürtige Tiroler (Innsbruck) mittlerweile in Rostock und fühlt sich trotz der fehlenden Berge wohl in der Hansestadt. „Von der Gegend her ist es schon krasser Unterschied. Aber hier habe ich das schöne Meer, und aus dem Fenster meiner Wohnung kann ich die Warnow sehen. Außer meiner Familie und meinen Freunden vermisse ich eigentlich gar nichts“, so der 1,95-Meter-Mann, der kulinarisch sowieso Fisch dem Wiener Schnitzel vorzieht: „Fisch mag ich sehr gerne. Den bekommt man in Rostock schön frisch und auch günstig. Im Gegensatz zu Tirol ist das hier ein richtiges Schnäppchen.“

Auf dem Platz, vor allem bei der Kommunikation, hat der Alpenländer dann doch hier und da mit einigen Problemen zu kämpfen. „Es gibt einige merkwürdige Sachen. Beim Training wollte ich, dass mein Mitspieler den Ball wegschießt. Da habe ich Abfahrt, Abfahrt gerufen, wie bei uns in Tirol. Er hat mich nur nicht verstanden. Hier sagt man Löschen oder
Herausschlagen. Aber diese kleineren kommunikativen Probleme werden wir auch noch lösen“, verspricht Marco Kofler.

In kurzer Zeit hat sich der Österreicher bereits zu einem Führungsspieler gemausert, gibt auf dem Rasen lautstark mit den Ton an. „Eigentlich bin ich eher der ruhige Typ. Doch auf dem Platz verändern sich manche Leute. Ich gehöre auch dazu. Da bin ich dann ein heißerer Typ, der auch mal laut werden kann. Aber wir haben mehrere solche Spieler in der Mannschaft, die reinhauen und auch mal laut werden können.“