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Robin Schröder Güstrower packt im Hansa-Tor zu

Von Redaktion svz.de | 27.06.2015, 16:00 Uhr

Torhüter Robin Schröder erhielt bei den Rostockern seinen ersten Profivertrag / Heimatbesuche nur noch selten

Seit acht Jahren hat der in Güstrow geborene Robin Schröder beim F.C. Hansa Rostock alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen und zur Saison 2015/16 nun seinen ersten Profivertrag erhalten. Der Rostocker Fußball-Drittligist sicherte sich die Dienste des Torwarts, der bei der U 23 12 Mal zum Einsatz gekommen war, bis 2017.

Der noch 19jährige begann einst bei Grün-Gold in Güstrow mit dem Fußballspielen und mit seiner speziellen Leidenschaft, dem Verhindern von Toren. „Schuld“ daran war sein fünf Jahre älterer Bruder Patrick, der selbst zwischen den Pfosten stand, aber inzwischen aufhören musste und ihn früh mit dem Torhüter-Virus infiziert hat.

Die zweite Station in der Jugend war der FSV Bentwisch. Auch wenn Robin Schröders Güstrower Verwandtschaft ganz in der Nähe des früheren Deutschen Meistertorhüters Andreas Reinke (1998 mit Kaiserslautern/2004 mit Werder Bremen) wohnt, hat der 1,91 Meter große Keeper diesen erst seit dessen Engagement als Torwarttrainer 2013 beim FC Hansa richtig kennen gelernt. Seine spielerischen Stärken sieht Robin Schröder auf jeden Fall auf der Linie, aber eben auch in der Strafraumbeherrschung. Potenzial hingegen räumt er ein, hätte er noch in der Spieleröffnung.

Bislang hat Robin Schröder einmal die Vorbereitung mit der Lizenzmannschaft absolviert und war gelegentlich bei den Einheiten unter Torwarttrainer Stefan Karow dabei. Nun freut er sich darauf, täglich noch besser zu werden, damit irgendwann der Mann mit der Rückennummer 27 die Nummer Eins zwischen den Pfosten beim F.C. Hansa wird. Einen Lieblingsfußballer hat Robin Schröder, wie er sagt, nicht. Er fokussiert sich einzig auf die Torwartposition. Dort hegt er großen Respekt für die jahrelang konstant guten Leistungen eines Petr Cech vom Chelsea F.C.

Zeit, seiner Geburtsstadt einen Besuch abzustatten, ergibt sich, wenn das Hobby zum Beruf wird, nur noch ein paar Mal im Jahr, zu Familiengeburtstagen. Am kommenden Mittwoch ist aber ganz in der Nähe, wenn der FC Hansa zum Benefizspiel beim TSV Bützow antritt. Ob er dann auch das Tor hütet, bleibt abzuwarten, weil Rostocks Trainer Karsten Baumann in der Vorbereitung auch auf der Torhüterposition fleißig durchwechselt.