Ein Angebot des medienhaus nord

Rostock vs. Magdeburg Hansa bangt um Hilßner

Von MABO | 24.02.2018, 08:00 Uhr

Der Außenbahnspieler hat sich beim Abschlusstraining das Knie verdreht

Schock für den FC Hansa beim Abschlusstraining vor dem Ost-Derby in der 3. Fußball-Liga gegen den Tabellenführer 1. FC Magdeburg (live ab 14.05 Uhr im NDR/MDR): Flügelflitzer Marcel Hilßner hat sich bei einer Spielformation ohne gegnerische Einwirkung am rechten Knie verletzt – und musste sogar vom Platz getragen werden. Eine ärztliche Untersuchung soll schnellstmögliche Erkenntnisse bringen. „Das war unschön. Die Jungs waren auch ganz schön mitgenommen. Deshalb habe ich das Training auch abgebrochen“, sagt FCH-Coach Pavel Dotchev. In der Offensive kann Trainer Dotchev wieder auf Tim Väyrynen, der wegen Adduktorenproblemen individuell trainieren musste, zählen.

FC Hansa Rostock

Video: Fans überraschen Hansa-Profis

Meinung – mabo
Gut 200 Gäste hatte der Fußball-Drittligist FC Hansa am Freitag beim Abschlusstraining: Mitglieder der Fanszene wollten sich bei der Truppe von Coach Pavel Dotchev für die bisherige gute Leistung – und dem fünften Tabellenplatz – bedanken und sie zudem für das prestigeträchtige Spiel gegen den 1. FC Magdeburg motivieren. „Der Sprecher hat uns gesagt, dass sie in den vergangenen Jahren immer zu Besuch kamen, wenn es schlecht lief. Jetzt wollten sie uns unterstützen, weil es gut läuft. Das finde ich sehr positiv“, urteilt FCH-Cheftrainer Pavel Dotchev. Als besondere Geste für seine Arbeit haben die Anhänger den Spruch „Zusammen nach vorne, gemeinsam nach oben“ ebenfalls ins Bulgarische übersetzt.

Sportvorstand Markus Thiele ist von der Aktion positiv erfreut: „Die Fans haben gesagt, dass sie der Mannschaft etwas zurückgeben wollten, ohne aber Druck auszuüben, sondern die Leistung einfach honorieren.“
Zum Kommentar

Dabei wollte vor allem auch der 23-Jährige in dem ausverkauften Ostseestadion – es wird mit 23 500 Zuschauern gerechnet – eine Reaktion nach dem Spiel gegen Preußen Münster zeigen und punkten. Dies fordert auch Schlussmann Janis Blaswich: „Der Dämpfer gegen Münster kam vielleicht genau zur richtigen Zeit. Wir sind jetzt gewarnt, dass eben 80 Prozent nicht reichen, um zu gewinnen. Es wird wieder darauf ankommen, dass jeder Einzelne ans Limit geht“, so der 26-Jährige. Selbst wenn es mit einem Sieg gegen den Spitzenreiter klappen sollte, will sich der Keeper nicht mit der Tabelle beschäftigen. „Wir wollen einfach nur zu Hause gewinnen. Es ist nahezu ausverkauft und umso geiler ist es, da wollen wir den Fans auch drei Punkte bescheren.“ Denn der erfahrene Torhüter, der schon bei Dynamo Dresden eine große Anhängerschaft kennengelernt hat, gesteht: „So was sind schon die ganz besonderen Spiele. Da brennt man noch mehr auf dem Platz.“

Erster gegen Fünfter heißt das Duell an diesem 26. Spieltag auf dem Rostocker Rasen. „Unsere Aufgabe ist sehr, sehr schwer, aber wir freuen uns.“ Motivieren oder warnen vor dem Gegner muss der Fußball-Lehrer seine Truppe nicht. „Ich muss den einen oder anderen Spieler vielleicht auch bremsen. Wir müssen sehr klar im Kopf sein und sehr zielstrebig agieren. Das ist ein Spiel mit sehr viel Präsenz – es geht um viel Prestige“, so Dotchev und ergänzt: „Die Zuschauerzahl verrät, dass das Spiel von sehr großer Bedeutung ist. Für die Liga und vor allem auch für uns.“

Unparteiische Patrick Ittrich pfeift

Die Leitung der heutigen Begegnung hat der Unparteiische Patrick Ittrich (Hamburg) inne. Der 39-Jährige pfiff in der laufenden Saison bereits acht Erst-, zwei Zweit- und drei Drittliga-Spiele, darunter auch die 1:2-Niederlage des FC Hansa beim SC Paderborn 07.