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3. Fußball-Liga Eine schlaflose Nacht für Hansa-Trainer Jens Härtel

Von Andre Gericke | 04.03.2021, 16:53 Uhr

Nach der 0:1-Pleite von Lübeck machte der Coach kein Auge zu, ging die Szenen der Partie noch einmal im Kopf durch.

Niederlagen tun immer weh. Auch nach einer schlaflosen Nacht hat Hansa-Coach Jens Härtel die 0:1-Pleite beim VfB Lübeck nicht wirklich verdaut.

„ „Ich habe gar nicht geschlafen, sondern mich im Bett hin und her gewühlt – bin die Szenen immer noch einmal durchgegangen.“
Hansa-Trainer Jens Härtel

Durch zuletzt sieben Siege und eine Niederlage hatte sich der FC Hansa bis auf den zweiten Platz der 3. Fußball-Liga nach vorne gearbeitet und wollte den Aufstiegsplatz mit einem weiteren Erfolg in Lübeck festigen. Doch daraus wurde nicht. Am Ende stand eine nicht mal unverdiente 0:1-Pleite, weil die Norddeutschen ihre Qualität nicht auf dem Platz brachten. „Ich bin schon ein Stück weit frustriert, weil wir das Spiel nicht in unsere Richtung drücken konnten oder wenigsten einen Punkt holten. Sicher ist es im Fußball normal, dass mal ein Spiel gegen einen läuft und das wissen wir auch, doch wenn es passiert, tut es natürlich weh“, so Jens Härtel.

Rotation kein Grund für die Niederlage

Dass die große Rotation – fünf andere Spieler in der Start-Elf als noch beim 2:1 bei Viktoria Köln – ein große Rolle gespielt hab, glaubt Härtel indes nicht. Zudem lieferte er logische Argumente für seine Umstellungen. Philip Türpitz, der nach seinem Siegtor gegen Verl in den nächsten drei Spielen jeweils von Beginn an spielte, benötigte einen Pause, da er zuvor in Sandhausen über ein halbes Jahr gar nicht auf dem Platz stand. Auch Nik Omladic hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Zudem boten sich ihre Vertreter Manuel Farrona Pulido und Korbinian Vollmann mit guten Trainingsleistungen an, ebenso wie Lion Lauberbach. Die Pleite nur an den Umstellungen festzumachen, wäre zu einfach.

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Die Rostocker erwischten durch die Bank eine schwachen Tag, wie er in zweieinhalb Monaten auch mal vor kommen kann. Denn so lange war der FC Hansa unbesiegt geblieben. „Wir hatten kein gutes Positionsspiel und waren auch nicht geduldig genug. Zudem haben wir den Bälle nicht gut in die Räume transportiert, wo wir sie haben wollten. Auch die Flanken waren nicht gut, wurden meist am ersten Pfosten weggenommen. Dann ist es natürlich auch schwierig, auf solch einen Platz Tore zu erzielen“, so der Fußball-Lehrer.

Des Weiteren waren ihm auch die zahlreichen Fehlpässe und technischen Ungenauigkeiten ein Dorn im Auge. „Wir hatten extrem viele Ballverluste und sind in der zweiten Hälfte dadurch in Konter gelaufen. Wir mussten dann immer sehr viel investieren, um ein zweites Gegentor zu verhindern. Nach vorne fehlte uns dann die nötige Präzision, um ein Tor zu machen. Wir hatten unsere Chance, haben sie an diesem Tag aber nicht genutzt", so Jens Härtel.

Viel Zeit um nachzudenken bleibt aber nicht. Bereits am Sonnabend steht das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern um 14 Uhr im Ostseestadion auf dem Plan.

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