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Hansa Rostock Hansa gebremst: Nur 0:0 gegen Offenbach

Von Gert Glaner, dpa | 13.03.2011, 11:26 Uhr

Hansa Rostocks Sturmlauf zurück in die 2.

Fußball-Bundesliga hat am Wochenende an Fahrt verloren. Der einstige Erstligist kam im Spitzenspiel der 3. Liga gegen Kickers Offenbach am Samstag über ein torloses Remis nicht hinaus und verpasste somit die Gelegenheit, sich zehn Spieltage vor dem Saisonende entscheidend von den Mitaufstiegsbewerbern abzusetzen. "Ich hätte schon gern gewonnen. Mit 13 Punkten Vorsprung sind wir eben noch nicht durch", befand Mittelfeldspieler Tobias Jänicke nach der Nullnummer, die die Saison-Rekordkulisse von 17 800 Zuschauern in der DKB-Arena nicht eben zu euphorischen Jubelstürmen beflügelte.

Hansas Protagonisten zwar auch nicht. Aber die sahen trotz der zwei entgangenen Punkte auch keinen Grund, Trübsal zu blasen. "Wir hatten zwar viele 80-prozentige Chancen, aber oft fehlte der finale Pass. Wir haben jetzt das mittlere Ergebnis erzielt und können mit dem einen Punkt leben", sagte Trainer Peter Vollmann nach dem ersten von zwei absoluten Spitzenspielen innerhalb von acht Tagen. Der 53- Jährige bemängelte vor allem, dass es seinem Team nur in der Schlussphase gelungen war, den kompakt stehenden Gegner in dessen Hälfte und Strafraum einzuschnüren.

Das war zu wenig, um mehr zu schaffen. Und brachte auch kaum Torchancen ein. Die beste hatte noch Radovan Vujanovic, aber dessen straffer Schuss wurde von Gäste-Keeper Robert Wulnikowski zur Ecke gelenkt (52.). In der 85. Minute strich ein Schuss von Mohammed Lartey knapp am rechten Pfosten vorbei.

Dafür brannte aber hinten auch nichts an. Hansas Viererkette stand gegen die Offensive der Hessen, deren Top-Torjäger Olivier Occean kurzfristig ausgefallen war, wie eine Eins. "Wir wollten von Anfang an auf Nummer sicher gehen und haben großen Wert daraufgelegt, dass hinten die Null steht. Und das ist uns gelungen", bestimmte Linksverteidiger Sebastian Pelzer zu Recht. Schön war das alles aber nicht. Auch Gäste-Trainer Thomas Gerstner, der das Geschehen auf den Punkt brachte: "Ansonsten war es so, dass der Ball mehr vergewaltigt als gespielt wurde."

Hansas Wiederaufstiegschancen bleiben intakt, und sollen es auch nach dem nächsten Wochenende sein. Die Mecklenburger wollen die Punkte kommenden Sonntag beim Liga-Krösus Eintracht Braunschweig, der mit dem 1:3 in Erfurt erstmals nach 17 Spielen wieder verlor, nicht kampflos abliefern. "Wir brauchen uns dort nicht zu verstecken", sagte Kapitän Pelzer. "Wir fahren zuversichtlich nach Braunschweig", kündigte Vollmann vor der Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte an.