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FC Hansa Rostock Cebio Soukou läuft für Benin auf

Von Andre Gericke | 12.11.2018, 13:18 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat wieder einen Nationalspieler. Stürmer Cebio Soukou wurde von Benin nominiert.

Besondere Auszeichnung für Hansa-Stürmer Cebio Soukou: Der 26-Jährige wurde in den Kader der Nationalmannschaft des Benins für das am Sonnabend stattfindende Qualifikationsspiel des Afrika-Cups in Gambia nominiert. Sollte der 26-Jährige im Independence Stadion Bakau (Gambia) zum Einsatz kommen, wäre es für den gebürtigen Bochumer mit beninischen Wurzeln der erste Einsatz überhaupt.

"Ich freue mich für Cebio. Er hat sich die Nominierung mit seinen guten Leistungen in der 3. Liga verdient. Das ist eine schöne Anerkennung für die Arbeit, die wir hier leisten", sagt Hansa-Coach Pavel Dotchev, der die Nominierung positiv sieht: "Sicherlich hätten wir ihn auch gerne bei uns gehabt und beim Training. Aber Cebio ist absolut fit und sehr professionell. Ich denke, dass ihm die Belastung durch das Reisen nichts ausmachen wird. Ich erwarte eher, dass er noch motivierter und gieriger zurückkommen wird."

Am Sonntag ist Soukou in den Benin geflogen und wird ab Montag gemeinsam mit der Nationalmannschaft in die Vorbereitung auf die Partie in Gambia einsteigen und demnach der Kogge im Landespokalspiel am Sonntag beim Verbandsligisten Güstrower SC fehlen. "Ich hatte eh vor, dass wir ein bisschen rotieren werden und einige Spieler ihre Chance bekommen. Ich denke, dass sollte für den Landespokal kein Problem sein", so Dotchev, der Soukou heute in einer Woche zurück erwartet: "Dann haben wir noch ein paar Tage bis zu unserem Freitagabendspiel in Lotte. Das sollte genügen." Soukou, dessen Vater aus dem westafrikanischen Benin stammt, ist mit sechs Treffer bislang der erfolgreichste Torschütze des FC Hansa in dieser Saison.

Die Qualifikation für den im kommenden Jahr stattfindenden Afrika-Cup läuft bereits seit Mitte 2017. Dabei kämpfen insgesamt 48 Nationen in 14 verschiedenen Gruppen um die jeweils ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme des in Kamerun stattfindenden Wettbewerbs berechtigen. Dank sieben Punkten aus vier Spielen darf sich der Benin in der mit Algerien, Togo und Gambia besetzten Gruppe durchaus Hoffnungen auf eine erfolgreiche Qualifikation machen.