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Rostock Hansa öffnet Südtribüne

Von Oliver Kramer | 18.01.2013, 08:47 Uhr

Sicherheit, Ordnung, Dialog und Prävention: Der FC Hansa Rostock hat eine umfassende Kehrtwende in Sachen Fanpolitik und Stadionstruktur angekündigt.

"Wir müssen unser Außenbild dramatisch ändern. Dazu gehört, dass Verein und Fans künftig besser kommunizieren und wir in der Bevölkerung wieder mehr Akzeptanz finden", sagte gestern der neue Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Drittligisten, Thomas Abrokat.

Als ersten Schritt eines umfangreichen Maßnahmen-Katalogs wird zum ersten Heimspiel des FC Hansa am 26. Januar gegen Preußen Münster die Südtribüne in der DKB-Arena wieder für die aktive Fanszene geöffnet. "Dieser Weg ist sowohl aus sicherheitstechnischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen vernünftig und alternativlos", sagte Abrokat.

Der Entscheidung waren intensive Gespräche von Vereinsvertretern mit der Fanszene Rostock, den Mitgliedern der Task Force, dem Innenministerium des Landes und dem Örtlichen Ausschuss für Sport und Sicherheit vorausgegangen. Damit folgte der FC Hansa einer zentralen Forderung der Ultras, die nach der "Zwangsversetzung" auf die Osttribüne seit 12. Februar 2012 eine Rückkehr auf die "Süd" gefordert hatten. " Mit der Freigabe der Südtribüne haben wir auch die Wünsche vieler anderer Fans erfüllt. Schließlich hätte ein Umzug der Ultras auf die Nordtribüne neue Konflikte ausgelöst", so Abrokat.

Der Aufsichtsratschef will mit den Anhängern stärker in Dialog treten und die Präventionsarbeit vorantreiben. Dazu erarbeitete der FCH mit der Fanszene Rostock bindende Verhaltensregeln für die Südtribüne. Bei Verstößen soll eine neu gegründete "Arbeitsgemeinschaft Südtribüne", bestehend aus Fan- und Vereinsvertretern, zusammenkommen und Sanktionen verhängen. Zudem plant der Verein "Runde Tische", bei denen Fans und Polizeibehörden Spieltagsauswertungen vornehmen.