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Hansa Rostock Hansa siegt weiter: 2:0 in Babelsberg

Von Gert Glaner, dpa | 12.09.2010, 02:42 Uhr

Hinten dicht und vorne clever: Hansa Rostock hat das Erfolgsrezept auch über die zweiwöchige Punktspielpause nicht vergessen und den zweiten Tabellenrang der 3.

Fußball-Liga mit einem souveränen 2:0 (1:0)-Sieg beim Aufsteiger Babelsberg 03 behauptet. „Unterm Strich war das ein verdienter Sieg für uns. Wir haben uns auch in verzwickten Situationen nicht aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Hansa-Trainer Peter Vollmann nach dem sechsten Sieg im siebten Saisonspiel zufrieden.

Und gelassen, denn übermäßig aufzuregen brauchten sich die Hansa-Anhänger auf dem Weg zum immerhin schon fünften Sieg ohne Gegentor nicht. Dafür sorgte vor 7045 Zuschauern im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion schon Björn Ziegenbein, der seine Mannschaft mit einem Traumtor nach nur neun Minuten in Führung schoss. „Wir haben viele gute Einzelspieler. Es macht Spaß, hier zu spielen“, sagte der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler, den Hansa erst nach Saisonbeginn aus Wehen-Wiesbaden geholt hat.

Ein Glücksgriff. Denn nicht nur wegen seines zweiten Tores im dritten Spiel für die Hanseaten entpuppt sich Ziegenbein auf Anhieb als die erhoffte und gewünschte Verstärkung. Die ist auch Marcel Schied wieder geworden. Der Angreifer machte seinem Ruf, viele Chancen für ein Tor zu brauchen, diesmal keine Ehre. Einen Freistoß schob er völlig frei stehend zum 2:0 (60.) und damit zur von 2500 mitgereisten Anhängern stürmisch gefeierten Vorentscheidung ein.

„Es war sicher kein schönes Spiel für die Zuschauer. Aber wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt und am Ende verdient gewonnen“, sagte Schied nach seinem immerhin schon dritten Saisontor. Im vergangenen Rostocker „Seuchenjahr“, das mit dem erstmaligen Absturz in die Drittklassigkeit endete, traf der quirlige Stürmer nur zweimal.

Die Lethargie hat längst Euphorie Platz gemacht. Angesichts der Super-Serie hat Trainer Peter Vollmann Mühe, die unerwartet schnell gewachsene Erwartungshaltung im Umfeld zu bremsen. Von Aufstiegsprognosen hält er wie auch sein Team zum immer noch frühen Saisonzeitpunkt ohnehin nichts. „Wir denken weiter nur von Spiel zu Spiel. Das hat sich bewährt. Wenn wir im Frühling noch da oben stehen, können wir darüber reden“, lautet Vollmanns unmissverständliche Ansage.