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Rostock vs. Großaspach Hansa stürmt mit Breier

Von GERI | 20.01.2018, 08:00 Uhr

Der Winter-Neuzugang erhält von Trainer Pavel Dotchev eine Einsatzgarantie für das Spiel in Großaspach

Ab heute wird es wieder ernst für den Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Bei der SG Sonnenhof Großaspach setzt der norddeutsche Traditionsverein ab 14 Uhr seine Punktspielserie 2017/18 fort. „Ich möchte der Mannschaft immer vermitteln, dass wir auf Sieg spielen wollen. Das ist diesmal auch nicht anders. Wir fahren dorthin und versuchen, dass Spiel zu gewinnen. Ob es dann klappt, werden wir sehen“, sagt Hansa-Coach Pavel Dotchev vor dem scharfen Start 2018.

Vor dem Gegner hat der 52-Jährige höchsten Respekt: „Großaspach halte ich für eine der besten Mannschaften der Liga. Sie haben zuletzt auch im Testspiel bei Bayern München (3:5 – d. Red.) gut ausgesehen. Es wird keine einfache Aufgabe für uns.“

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Der 1. FC Magdeburg gewann einen Test bei den Bolton Wanderers 3:2. Die Euphorie soll den Spitzenreiter weitertragen,  der Marcel Costly aus der Mainzer U23 holte und mit Trainer Jens Härtel verlängerte. Prognose: Der FC steigt direkt auf.Von Eintracht Braunschweig kam Phillip Tietz (20) und ergänzt den eh schon besten Sturm der Liga. Die Vorbereitung absolvierte der SC Paderborn in der Heimat, wohl auch, weil der Club finanziell arg unter Druck steht. Den Test gegen Bundesligist Hannover verlor der SCP 1:4. Prognose: Der SC steigt direkt auf.Der SV Wehen Wiesbaden setzt auf Angriff. Mit Simon Brandstetter (27) vom MSV Duisburg und Dominik Martinovic (20) aus der U23 von RB Leipzig kamen zwei Stürmer mit Potenzial. Die Verpflichtungen waren ebenso eine Kampfansage wie der 3:2-Sieg gegen Zweitligist Union Berlin.  – Prognose: Kandidat für Relegationsplatz drei.Aufsteiger Spvgg Unterhaching vertraut dem gleichen Personal. Im Trainingslager im spanischen Cadiz legte Trainer Claus Schromm den Fokus auf die Defensive. Im Test gab es ein 1:2 gegen Zweitligist Heidenheim. Prognose: gesichertes Mittelfeld.Mit Christoph Menz (29) von RW Erfurt und Thomas Bröker (32) vom MSV Duisburg verpflichtete Fortuna Köln zwei erfahrene Spieler. Auf die Restsaison bereitete sich das Team von Trainer Uwe Koschinat in der Heimat vor.  Prognose: Fortuna spielt bis zum Schluss um Platz drei mit.In der Wintervorbereitung hat sich die SG Sonnenhof Großaspach mit Jeff-Denis Fehr (23) von Hansa Rostock verstärkt. Großaspach verpatzte  die Generalprobe gegen Jahn Regensburg (0:2).  Prognose: gesichertes Mittelfeld.Den Karlsruher SC verließ  Oskar Zawada, den es zu Wisla Plock in erste polnische Liga zog. Ohne den 21-jährigen Angreifer absolvierte der KSC im Trainingslager im spanischen Rota Vorbereitungsspiele gegen San Fernando (6:1) und Heracles Almelo (3:2). Prognose: Der KSC ist noch ein Kandidat für Platz drei.Noch-Trainer Peter Vollmann (muss im Sommer gehen) zeigte sich nach dem 1:2 des VfR Aalen  in der Generalprobe gegen den Regionalligisten Astoria Walldorf ziemlich verärgert. Dazu können die neuen Japaner Junyo Suzuki und Natsuhiko Watanabe bislang kaum überzeugen.  Prognose: gesichertes Mittelfeld.Bei den Würzburger Kickers herrscht weiter Aufbruchstimmung. Der gesamte Kickers-Tross um den neuen Coach Michael Schiele, seit Oktober 2017 im Amt, war mit dem Trainingslager im spanischen La Manga zufrieden.  Prognose: oberes Mittelfeld.Aufsteiger SV Meppen hat sich mit fünf Spielen ohne Sieg in die Winterpause verabschiedet. Neu dabei ist Luka Tankulic (Sportfreunde Lotte).  Prognose: frühzeitiger Klassenerhalt.Nicht glücklich war der FC Carl Zeiss Jena mit dem Trainingslager in Barsinghausen: „Gute Bedingungen im Hotel, aber schlechte Plätze“, stellte Coach Mark Zimmermann fest.  Prognose: Der FC muss bis zum Schluss um den Klassenhalt bangen.Der Hallesche FC ist mit vielen Baustellen belastet: Ein Finanzloch von fast 1,5 Millionen Euro, dazu ist der Verein auf der Suche nach einem sportlichen Leiter.  Prognose: frühzeitiger Klassenerhalt.Die Sportfreunde Lotte mussten ihren Topscorer Hamadi Al-Ghaddioui zu Zweitligist SSV Jahn Regensburg ziehen lassen. Als möglichen Ersatz holte Lotte Fünftliga-Torjäger Mats Macklam vom SV Eichede, der 13 Treffer in 15 Oberliga-Spielen erzielte. – Prognose: sicherer Klassenerhalt.Der VfL Osnabrück hat sich zuletzt mit vier Spielen ohne Niederlage vom Tabellenende gelöst und Anschluss ans Mittelfeld gefunden.  Prognose: Die Klasse wird gehalten.Beim FSV Zwickau steht Trainer Torsten Ziegner im Mittelpunkt. Der 40-Jährige, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 datiert ist, zögert noch mit einem klaren Bekenntnis zur Zusammenarbeit über 2018 hinaus.  Prognose: Zittern bis zum Schluss – aber die Klasse wird gehalten.Viel ist von der Zukunft die Rede, seit die Mitglieder von Preußen Münster den Ausgliederungsplänen der Clubführung zugestimmt haben. Die 2. Bundesliga soll so schnell wie möglich erreicht werden.    Prognose: Der Klassenerhalt wird souverän erreicht.Bei Werder Bremens U23 gibt es zwei Hoffnungsträger: Der neue Trainer Oliver Zapel hat manches belebt, demnächst soll Bundesligaprofi Justin Eilers nach seinem Kreuzbandriss Spielpraxis sammeln. Allerdings sind die Bremer seit 16 Spielen sieglos.  Prognose: Werders Talente müssen wieder  nach unten.Sechs Niederlagen in Serie vor der Winterpause ließen die Führung des Chemnitzer FC am Trainer zweifeln, Horst Steffen wurde  durch den im Herbst bei Rot-Weiß Erfurt entlassenen David Bergner ersetzt.  Prognose: Das wird eng – der CFC steigt ab.Der ewige Drittligist bangt  um den Klassenerhalt. Und um die Existenz, denn die Not bei Rot-Weiß Erfurt verschärft sich, seit die Stadt einen Überbrückungskredit von 600000 Euro abgelehnt hat.   Prognose: Der Abstieg lässt sich nicht mehr vermeiden.Stefan Alberti, Johannes Kapitza, Harald Pistorius, Christoph Schillingmann, Volker Beier

Seinem Team traut der Fußball-Lehrer bis zum Saisonende „alles zu. Doch letztlich fangen wir bei Null an. Es kann nach oben und unten noch alles passieren. Nur als Beispiel: Wenn wir in Großaspach verlieren, sind wir punktgleich. Es ist alles ganz eng zusammen in dieser Liga. Wir müssen uns immer wieder neu einstellen“.

Das Team habe sich jedoch weiter stabilisiert und sei auch fitter als zu Saisonbeginn. „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft körperlicher und mental in einer besseren Verfassung ist“, so Dotchev, der sich freut, dass Stürmer Pascal Breier vom VfB Stuttgart zu den Rostockern wechselte: „Ich bin froh, dass er bei uns ist. Dadurch sind wir offensiv variabler und unausrechenbarer für den Gegner. Er wird auch in Großaspach spielen. Aber er ist auch nur ein Teil der Mannschaft. Er alleine kann es nicht richten.“

Zudem nimmt der Coach vor dem scharfen Start auch einige Spieler in die Pflicht. „Ich bin gespannt, was Christopher Quiring zeigt. Er ist jetzt auch gefragt, seine Erfahrung einzubringen. Er hat im Jugendbereich bei Union Berlin in der Bundesliga gespielt und 130 Spiele in der 2. Liga sowie 19 Tore gemacht. Davon möchte ich jetzt von ihm auch hier etwas sehen, denn was bei Union war, das ist Vergangenheit“, erklärt Pavel Dotchev.

Wahrscheinlich wird Quiring seine Chance auf der linken Seite bekommen, dürfte aktuell knapp die Nase vor Lukas Scherff haben. Aufgrund des Auswärtsspiels wird Dotchev wohl zudem auf eine zweite Spitze verzichten – Soufian Benyamina zunächst auf der Bank – und statt dessen mit der Hereinnahme von Stefan Wannenwetsch oder Selcuk Alibaz das Mittelfeld etwas stärken.