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FC Hansa Rostock Fünf gelbe Karten nach sechs Fouls

Von Andre Gericke | 26.11.2018, 16:36 Uhr

Hansa-Verteidiger Julian Riedel muss am Montag im Spitzenspiel gegen den VfL Osnabrück eine Gelb-Sperre absitzen.

Lange Pause für Julian Riedel: Während seine Teamkollegen vom FC Hansa Rostock bereits am Montag wieder auf den Platz dürfen und im Ostseestadion auf Spitzenreiter VfL Osnabrück treffen, ist der Innenverteidiger wegen einer Gelb-Sperre zum Zuschauen verdammt. Erst am 8. Dezember in Duisburg gegen den starken Aufsteiger KFC Uerdingen darf Riedel wieder mitwirken. "Ich hatte mir das natürlich alles anders vorgestellt. Wir wollten in Lotte gewinnen und dann als Zweiter oder Dritter ins Topspiel gegen den Ersten gehen. Mit der gelben Karte ist es natürlich doppelt bitter für mich", sagt der 27-Jährige, der nicht mit allen Gelb-Entscheidungen gegen sich in dieser Saison einverstanden ist: "Wer mich kennt, der weiß eigentlich, dass ich in den Zweikämpfen immer vor den Gegner komme oder zumindest so, dass ich den Ball bekomme. Gefühlt war es das sechste Foul und die fünfte gelbe Karte."

Für Riedel ist es erst die zweite Gelb-Sperre seiner Karriere, schon im Vorjahr musste er einmal aussetzen. "Was soll ich machen. Ich habe jetzt eben ein Spiel Pause. Wir haben schon in der vergangenen Saison gezeigt, dass egal, wer hinten gefehlt hat, haben wir das ganz gut wettgemacht. Der Trainer wird die richtige Entscheidung treffen. Und wer immer auch einspringen wird, die Jungs haben alle Qualität und sind heiß. Wenngleich ich natürlich gerne dabei gewesen wäre, mache ich mir jetzt keine Sorgen darum, wer mich ersetzen soll", sagt der Abwehrmann.

Aufgrund der Leistung in Lotte, gerade in der zweiten Hälfte, will Riedel trotz Niederlage und Sperre nicht von einem verkorksten Tag sprechen. "Vor dem 0:1 hatten wir zwei gute Chancen, könnten mit ein bisschen Glück vielleicht einen Elfmeter bekommen und waren spielbestimmend. Dann kriegen wir das Gegentor aus der Kalten, werden auf dem falschen Fuß erwischt. So etwas passiert nun einmal im Fußball", sagt Julian Riedel, der die Positiv-Serie schon gerne ausgebaut hätte: "Das war eine recht lange Serie, aber die Liga ist nun einmal ganz eklig ausgeglichen. Es ist ärgerlich, dass wir nicht zwischenzeitlich mal auf Platz zwei gesprungen sind. Das letzte Quäntchen Glück und ein paar Prozente haben gefehlt."

Ihm wurde auch mal wieder vor Augen geführt, wie subjektiv das Empfinden beim Fußball auf dem Platz ist. "Es ist schon Wahnsinn. Wenn man vorne liegt, dann geht die Zeit nicht rum. Doch wenn man hinten liegt, dann guckst du auf die Uhr und es ist die 70. Minute, beim nächsten Mal schon die 88. und dann weißt du, dass du nur noch zwei, drei Angriffe hast. Wir haben es diesmal einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken, anders als gegen Kaiserslautern, als uns nach dem 0:1 relativ schnell der Ausgleich und dann das 2:1 sowie 3:1 gelangen", so Julian Riedel.