Ein Angebot des medienhaus nord

FC Hansa Rostock Hansas Rumäne fasst langsam Fuß

Von Redaktion svz.de | 19.03.2015, 08:00 Uhr

Stürmer Sabrin Sburlea will nach erster Torvorlage nun auch selbst ins Schwarze treffen.

Langsam, aber sicher scheint Sabrin Sburlea beim FC Hansa Fuß zu fassen. Für den rumänischen Stürmer, der in der Winterpause kurzfristig verpflichtet wurde, sprang am Sonnabend im sechsten Einsatz für die Rostocker die erste Torvorlage heraus. Gegen Arminia Bielefeld bereitete der 25-Jährige das zwischenzeitliche 1:0 durch Halil Savran mustergültig vor. Am Ende standen die Ostseestädter jedoch beim 2:3 mit leeren Händen da.

Trotz Sprachbarrierenauf einem guten Weg

„Dennoch ist die Mannschaft in den letzten Wochen auf einem guten Weg. Ich hoffe, dass wir die Tendenz aufrecht erhalten und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen“, sagte Sburlea.

Der frühere rumänische Erstliga-Kicker, der in seiner Laufbahn unter anderem beim Traditionsclub Rapid Bukarest unter Vertrag stand, äußerte sich gegenüber den NNN erstmals über seine Zeit in Rostock.

Grund für seine Zurückhaltung in der Öffentlichkeit sind die Sprachbarrieren. Sburlea, der aus dem rumänischen Banat-Städtchen Sannicolau Mare (zu Deutsch: Groß Sankt Nikolaus) stammt, spricht weder Englisch noch Deutsch. „Eigentlich lernt man in Rumänien in der Schule Deutsch. Das fiel mir etwas schwer.“ Auch seine deutsch-rumänische Frau, die von Beruf Dolmetscherin ist, konnte daran bislang nichts ändern. Zum Glück ist Hansas Pressesprecher Lorenz Kubitz der rumänischen Sprache mächtig und sprang als Übersetzer ein. Auf dem Platz sei die Kommunikation allerdings kein Problem. Auch die Abstimmung mit Sturmkollege Marcel Ziemer und den anderen Mitspielern „klappt schon sehr gut“.

Tatsächlich fügte sich Sburlea recht schnell ein und konnte in den ersten Partien mit seiner Robustheit und Kopfballstärke überzeugen. „Vom Niveau her kann man die 3. deutsche Liga mit der 1. Liga in Rumänien vergleichen. Dort wird eher technischer Fußball gespielt. Hier geht es mehr um Kraft und Physis“, so der Angreifer, der sich vor allem von den Fans und der Kulisse in der DKB-Arena beeindruckt zeigt: „Die Unterstützung von den Rängen hier ist viel größer als in meiner Heimat.“

Was ihm zu seinem Glück beim FC Hansa noch fehlt? „Ein Stürmer wird an Toren gemessen. Ich hoffe natürlich, schon bald zu treffen. Am besten wäre es, wenn schon am Sonnabend gegen Fortuna Köln der Knoten platzt.“