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Hansa Rostock Ikeng: „Es hat sich gut angefühlt“

Von GERI | 05.03.2015, 09:00 Uhr

Der Neuzugang konnte nach überstandenen Adduktorenproblemen beim 2:1-Sieg in Halle endlich sein Hansa-Debüt feiern

Er war die erste Verpflichtung des FC Hansa Rostock in der Winterpause, die sogar schon im Dezember beim desaströsen 0:4 gegen Holstein Kiel in der DKB-Arena saß. Doch erst im fünften Spiel 2015, dem 2:1-Sieg beim Halleschen FC, feierte Neuzugang José-Alex Ikeng sein Debüt im Trikot des Fußball-Drittligisten. Zuvor hatten hartnäckige Addutorenprobleme einen Einsatz verhindert. „Es hat sich zwar gut angefühlt, aber ich habe gar nicht so sehr darüber nachgedacht, dass es mein Comeback ist, sondern nur versucht, der Mannschaft zu helfen“, so Ikeng, der zuletzt im Mai 2014 für Austria Lustenau in der zweiten österreichischen Liga ein Punktspiel absolviert: „Man verlernt ja nicht das Fußballspielen. Die Situation im Spiel war auch keine einfache, doch ich habe versucht, die Jungs zu puschen und das Beste herauszuholen, damit wir dieses Spiel drehen.“

Gleich im ersten Auftritt hat dies bestens geklappt. Ikeng wurde kurz nach dem Ausgleich des FC Hansa in die Partie geworfen und war letztlich an der Entstehung des Siegtreffers indirekt beteiligt. Der Mittelfeldmann zog mit viel Energie durchs Mittelfeld, ließ sich zwischenzeitlich selbst vom ehemaligen Rostocker Björn Ziegenbein, der an ihm zerrte, nicht stoppen, ehe der Schiedsrichter doch auf Freistoß entschied. „Die Situation würde ich nicht überbewerten. Ich hatte im Kopf, dass wir das Spiel noch gewinnen wollen. Vielleicht habe ich das in dieser Szene besonders gut ausgedrückt, aber ich würde das jetzt nicht überbewerten. Das war eine Aktion, und wir hatten das Glück, dass der Freistoß so gut kommt und Oli (Oliver Hüsing – d. Red.) den Ball reinmacht“, so der Deutsch-Kameruner.

Nach seinem ersten Kurzeinsatz verspürt Ikeng jetzt Lust auf mehr. „Ich bin fit, habe in der vergangenen Woche komplett mittrainiert und sogar noch ein bisschen mehr gemacht als die anderen. Ich denke schon, dass ich auch von Beginn an spielen könnte. So viel habe ich ja nicht verpasst und auch die Vorbereitung habe ich mitgemacht“, sagt der Mittelfeldmann.

Elf Punkte aus den bisherigen fünf Partien 2015 sind für ihn „zufriedenstellend. Das ist besser als wir es vielleicht erwartet haben. Fünf Spiele und keine Niederlage – das ist der Weg, den wir weitergehen müssen. Es gilt Punkte zu sammeln, bis wie den Abstieg vermieden haben.“

Denn obwohl die Ostseestädter den Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand haben, ist das Saisonziel für Ikeng noch lange nicht erreicht. „Wir haben die Ausgangslage jetzt so gestaltet, dürfen uns aber nicht darauf ausruhen und das, was wir uns geschaffen haben durch Überheblichkeit oder den Gedanken, dass wir über dem Strich stehen, wieder kaputt machen. Die Saison hat noch einige Spiele. Es kann viel passieren. Wir spielen jetzt gegen starke Gegner. Auch da müssen wir uns behaupten und punkten“, so der Neu-Rostocker, der bei seinem Teamkollegen aufgrund der jüngsten Erfolgsserie ein gesteigertes Selbstvertrauen ausgemacht hat: „Es ist ja nur menschlich, wenn man sieht, dass die Arbeit, die man vollbringt auch etwas bringt. Vor allem in schwierigen Situationen kann man davon profitierten. Das Spiel in Halle war nicht optimal, da dürfen wir uns nicht in die Tasche lügen. Mit ein bisschen mehr Pech können wir auch verlieren. Aber wenn man bereit ist, 100 Prozent zu geben, dann dreht sich das Glück auch mal in die eigene Richtung.“