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Hansa Rostock Jänicke übernimmt Verantwortung

Von GERI | 23.06.2015, 08:00 Uhr

Der Rückkehrer soll im neuen Hansa-Team eine Führungsrolle übernehmen: „Da bin ich bereit für und möchte sie angehen“

Nach drei Jahren bei Dynamo Dresden und dem SV Wehen Wiesbaden – beide in der kommenden Drittliga-Saison Konkurrenten des FC Hansa – ist Tobias Jänicke zu seinem Club zurückgekehrt. „Ich wurde von der Mannschaft und dem Umfeld gut aufgenommen. Vieles ist gleich geblieben, aber es hat sich auch einiges getan. Vor allem drumherum gibt es viele neue Leute, aber auch innerhalb der Mannschaft kenne ich nicht mehr so viele“, so der 26-Jährige. Aus dem Kader von 2011/12 sind nur noch Johannes Brinkies und Tommy Grupe sowie Sebastian Pelzer – ab dem 1. Juli allerdings nicht mehr als Profi, sondern in einer anderen Funktion für den Verein aktiv – bei den Rostockern. Die restlichen Gesichter waren auch Jänicke unbekannt: „So ist es nun einmal im Fußball. Es geht jeden Tag aufs Neue los. Ich bin jedenfalls froh, dass ich wieder hier bin, und will meinen Teil dazubeitragen, dass es wieder aufwärts geht.“

In den vergangenen beiden Jahren war der Flügelflitzer uneingeschränkte Stammkraft in Wiesbaden. Von 76 möglichen Drittliga-Partien absolvierte er 75, in denen ihm 19 Treffer und acht Vorlagen gelangen. „Ich bin auch ein bisschen älter geworden und habe dazugelernt. Ich möchte meine Erfahrung, die ich in anderen Vereinen gesammelt habe, nun versuchen einzubringen. Ich weiß, dass ich hier jetzt eine andere Aufgabe habe als in den vergangenen Jahren. Da bin ich bereit für und möchte sie angehen. Ich bin hergekommen, um Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Tobias Jänicke.

Im ersten Eindruck hat ihn seine neue Truppe überzeugt. „Das sind alles gute Jungs, die gezeigt haben, dass sie kicken können. Alle ziehen voll mit. Ich hoffe, dass alle Spieler die Vorbereitung überstehen und gesund bleiben. Dann werden wir sehen, was möglich sein wird“, so der Rechtsfuß.

Eine Zielvorgabe will Jänicke angesichts der aus Hansa-Sicht zum Teil desaströs verlaufenen zurückliegenden Serie nicht machen. „Für uns ist wichtig, dass wir relativ schnell ein paar Punkte sammeln und nicht unten reinrutschen, damit vielleicht ein bisschen früher alles klar ist und man eine gewisse Sicherheit hat.“

Neben der Suche nach der nötigen Fitness in den täglichen Einheiten der harten Vorbereitung („Die Beine tun weh. Es schlaucht schon ganz schön“) muss der gebürtige Neubrandenburger noch ein neues Domizil für seine Familie finden. „Ich weiß, wie schwer der Markt in Rostock ist. Wir gucken gerade und suchen das passende Objekt. Vielleicht müssen wir noch etwas Geduld aufbringen“, so Jänicke. Bis zur Geburt des zweiten Kindes im Dezember – mit seiner Franzi hat er bereits eine Tochter – sollte
dies aber abgeschlossen sein.