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FC Hansa Rostock Jetzt Duelle mit Magdeburg

Von Gerald Fritsche | 01.06.2015, 08:00 Uhr

Elbestädter gewinnen bei Kickers Offenbach 3:1. Auch Würzburg und Werder Bremen II in die 3. Fußball-Liga aufgestiegen.

Erstmals, seit der FC Hansa sich in der letzten separaten Ost-Meisterschaft 1990/91 als Sieger für die
1. Bundesliga qualifizierte, kommt es wieder zu Duellen der Rostocker mit dem 1. FC Magdeburg! Die Elbestädter, Meister der Regionalliga Nordost, gewannen gestern nach dem 1:0 zu Hause auch das Rückspiel gegen Kickers Offenbach (Erster Südwest), setzten sich im mit 18 500 Fans ausverkauften Sparda-Bank-Hessen-Stadion am Bieberer Berg mit 3:1 durch.

Ebenfalls neu in der 3. Liga beziehungsweise zurückgekehrt sind der FC Würzburger Kickers (1:0/A und 0:1 nach Verlängerung, Elfmeterschießen 6:5/H gegen den 1. FC Saarbrücken) und der SV Werder Bremen (1:1/H und 2:0 n. V./A gegen Borussia Mönchengladbach II). Vor 10 500 Zuschauern in Würzburg hatte Felix Luz mit einem verwandelten Foulstrafstoß (60.) das Ergebnis aus dem Hinspiel egalisiert. Im Elfmeterschießen wurde Torwart Wulnikowski zum Aufstiegshelden, als er den letzten Schuss von Döringer parierte. Bis dahin waren angetreten: 1:0 Haller, 1:1 durch den Ex-Rostocker Mendy, Jabiri scheitert an Hohs, 1:2 Wegner, 2:2 Bieber, 2:3 Fießer, 3:3 Demirtas, Luz verschießt, 4:3 Weißenberger, 4:4 Hahn, 5:4 Schoppenhauer, 5:5 Sauter, 6:5 Nothnagel. Vor 10 217 Fans in Mönchengladbach sorgten die Bremer Mainka (109.) und Aycicek (119.) in der Verlängerung für die Entscheidung.

Fans stürmen in Offenbach den Platz

In Offenbach waren die gastgebenden Hessen durch Denis Mangafic (24.) in Führung gegangen und hatten so in der Gesamtwertung beider Partien zunächst ausgeglichen. Magdeburg stellte jedoch durch einen Doppelschlag von Felix Schiller (32.) und Lars Fuchs (36.) noch vor der Pause die Weichen auf Aufstieg. Nicolas Hebisch, der im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte, sorgte dann in der 53. Minute für die vorzeitige Entscheidung zu Gunsten des einzigen Europacupsiegers der DDR (1974 im Pokalsieger-Wettbewerb 2:0 im Finale gegen AC Mailand).

In der 84. Minute wurde die Begegnung in Offenbach für rund 20 Minuten unterbrochen, weil rund 40 einheimische Hooligans den Platz gestürmt und unter anderem Feuerwerkskörper auf dem Rasen gezündet hatten. „Das ist ein schwarzer Tag für den Verein“, sagte angesichts der Vorfälle kurz vor dem Abpfiff der Partie ein fassungsloser Kickers-Präsident Claus-Arwed Lauprecht. „Das sind Leute, die haben mit Fußball nichts zu tun.“ Nichtsdestotrotz drohen den Roten nun schwerwiegende Konsequenzen durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Den Magdeburgern kann’s egal sein. Sie erreichten erstmalig nach der politischen Wende vor 25 Jahren den bezahlten Fußball. Und: Für den 1. FCM lebt in der Saison 2015/16 auch das Traditions-Duell mit Rostock wieder auf, das bereits 53-mal stattfand (17 Siege für Hansa, elf Unentschieden, 25 Niederlagen). 1990/91 waren die Begegnungen 2:0 (H) und 1:2 (A) ausgegangen.