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Hansa Rostock Kein Happy End bei Doppel-Comeback

Von Redaktion svz.de | 17.03.2015, 08:00 Uhr

Rückkehrer Tommy Grupe und Shervin Radjabali-Fardi können 2:3-Niederlage in Bielefeld nicht verhindern

So schnell kann es gehen: Kaum hatten Hansas Tommy Grupe und Shervin Radjabali-Fardi ihre schweren Kreuzbandverletzungen überstanden, griffen sie am Sonnabend bei der 2:3-Niederlage gegen Arminia Bielefeld schon wieder ins Geschehen ein. Während sich das Comeback von Grupe nach rund einem Jahr Pause abzeichnete, war die Rückkehr von Radjabali-Fardi, der vor sieben Monaten sein letztes Pflichtspiel für die Rostocker bestritten hatte, durchaus überraschend.

Grupe sorgt für Gleichgewicht

Der Deutsch-Iraner wurde nach Gelb-Rot für Linksverteidiger Mikko Sumusalo auf seiner angestammter Position in der 58. Minute eingewechselt. „Das war sicher anders geplant. Ich wollte ihn eigentlich nur ein paar Minuten spielen lassen. So musste ich ihn ins kalte Wasser werfen“, sagte Hansa-Trainer Karsten Baumann, der sich mit dem Debüt des 23-Jährigen, der noch etwas die Spritzigkeit vermissen ließ, soweit zufrieden zeigte: „Er hat seine Sache vernünftig gemacht.“

Ähnlich fiel sein Urteil über Grupe aus, der auf der Sechserposition für den Gelb-gesperrten Marco Kofler in die Startelf rückte. „Tommy hat das gut gelöst und unaufgeregt gespielt. Er hat viele Zweikämpfe gewonnen. Man hat aber auch gemerkt, dass er noch nicht die 100-prozentige Spielpraxis hat. Es gab einige Situationen, wo er den Ball zu lange gehalten hat. Aber das war insgesamt eine gute Leistung“, sagte der Coach, der dem Defensivmann aus taktischen Gründen zum Comeback verhalf. „Durch den Ausfall von Christian Bickel hatten wir mit Sburlea, Savran und Ziemer drei Stürmer auf dem Platz. Dafür brauchten wir das defensive Gleichgewicht“, erklärte der Fußball-Lehrer.

Grupe, der beim 2:3 das entscheidende Kopfballduell gegen den Bielefelder Torschützen Manuel Junglas verlor, mochte sich nach Hansas erster Niederlage 2015 nicht recht über seine Rückkehr freuen. „Natürlich war ich froh darüber, nach einem Jahr wieder auf dem Platz zu stehen. Darauf arbeitet man als Fußballer lange hin. Das bringt aber alles nichts, wenn wir als Mannschaft am Ende mit leeren Händen dastehen.“