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FC Hansa Rostock Klassischer Hansa-Fehlstart

Von Marie Boywitt | 29.07.2018, 20:45 Uhr

Fußball-Drittligist verliert zum Saisonauftakt bei Aufsteiger Energie Cottbus mit 0:3

Verkorkster Start für den FC Hansa in der 3. Fußball-Liga: Beim FC Energie Cottbus verloren die Rostocker 0:3 (0:2). Es war nicht nur die Premiere der Hanseaten in der Serie 2018/19, sondern auch das erste Drittliga-Spiel am Sonntag zur neuen Anstoßzeit um 13 Uhr.

Der Nachmittag begann denkbar ungünstig für die Hanseaten. Bereits nach einer Minute zeigte Referee Sören Storks auf den Punkt im Rostocker Strafraum: Elfmeter für Cottbus. Innenverteidiger Joshua Nadeau hatte erst das Laufduell gegen Streli Mamba verloren und ihn dann im Sechzehner zu Fall gebracht. „So etwas ist für mich Hektik und Nervosität – es war völlig unnötig den Spieler dort so anzugehen. ,Josh’ hätte ihn zustellen sollen“, sagt Chefcoach Pavel Dotchev. Gegen Fabio Viteritti entschied sich FCH-Keeper Ioannis Gelios zwar für die richtige Ecke, kam aber nicht mehr an den Ball. So rannten die Rostocker von Beginn an einem Rückstand hinterher. „Das hat uns ein bisschen das Vertrauen genommen. Erst 15 Minuten später haben wir wieder in unser Spiel gefunden. Wir haben dann noch gute Chancen gehabt, die aber nicht genutzt“, so Gelios.

Mit ansehnlichen Kombinationen spielten sie sich immer mal wieder vor das gegnerischhe Tor, aber der Ball wollte einfach nicht reingehen. Im Vorwärtsgang machten die Hansestädter ein ganz ordentliche Figur, allerdigs das „Sorgenkind“ Defensivarbeit haben sie noch nicht richtig in den Griff bekommen. Die Rostocker waren zu langsam in der Rückwärtsbewegung, wodurch die Hausherren mit schnellen Aktionen für Gefahr sorgten. So arbeitete sich auch Torschütze Viteritti bis in den Strafraum und netzte per Bogenlampe ein. „In dem Moment habe ich darüber nachgedacht, ob ich da rauslaufe. Ich weiß jetzt nicht, ob der im Sechzehner gelandet wäre. Er köpft ihn rüber – ich weiß gar nicht, ob der so gewollt war“, erklärt der FCH-Keeper.

In etlichen Zweikämpfen wirkten die Cottbuser bissiger und frischer. Während die Cottbuser Anhänger jeden gewonnen oder geklärten Ball frenetisch feierten, mühten sich die Rostocker in die Pause.

Im zweiten Durchgang wirkten beide Teams in der Mega-Hitze fertig. Abspielfehler und schnelle Ballverluste bei den Rostockern war die Folge. Sie ließen sich zunehmend von den Cottbusern in die eigene Hälfte drängen und konnten sich nicht mehr wirklich befreien. Sowohl Pascal Breier als auch Marco Königs hatten beide noch gute Gelgenheiten zum Anschlusstreffer.

„Wir haben alles reingeworfen und uns nicht aufgegeben. Die Zuschauer waren auch toll, da müssen wir uns entschuldigen, dass wir mit einem 0:3 nach Hause fahren“, so Königs. Felix Geisler netzte nach einem sehr schlechten Rückpass von Rostocks Vladimir Rankovic ein. „Wir haben uns selber geschlagen. Ich glaube nicht, dass Cottbus besser war“, sagt der Angreifer.
Es wartet noch eine Menge Arbeit auf Pavel Dotchev und den FCH. „Gegen Braunschweig am Freitag müssen wir von Anfang an da sein“, blickt Königs voraus. Und auch Trainer Dotchev will den Kopf nicht in den Sand stecken und fordert: „Mund abputzen und es am Freitagabend besser machen.“

Das sagt Trainer Pavel Dotchev
Es war eine verdiente Niederlage, so wie sich das Spiel entwickelt hat. Cottbus hat sehr gut gekämpft – und teilweise auch sehr gut gespielt. Die ersten zwei Gegentore sind durch einen langen Ball von hinten entstanden und wir haben nicht clever genug verteidigt. So lagen wir nach 15 Minuten 0:2 hinten. Es waren noch einige Chancen da für uns, um ein Tor zu erzielen. Das dritte Tor ist auch wieder ein individueller Fehler. Danach war die Moral weg. Zuvor haben die Jungs alles versucht und sich nicht aufgegeben. Nach einer solchen Niederlage ist es schwer, etwas schönzureden. Ich bin mir sicher, das Spiel hätte auch anders enden können. Wir dürfen uns nicht verunsichern lassen und müssen weitermachen.