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FC Hansa Rostock Kühle Köpfe in Meppen gefordert

Von MABO | 02.02.2018, 08:00 Uhr

Hansa-Coach Pavel Dotchev warnt seine Spieler vor der aggressiven und leidenschaftlichen Spielweise des Gegners

Mit dem Auswärtsmatch beim SV Meppen am 23. Spieltag der 3. Fußball-Liga erwartet den FC Hansa Rostock ein ganz besonderer Gegner. Bei den Hanseaten wiegt die 1:2-Heimniederlage im Hinspiel am 5. August im Ostseestadion noch schwer. „Wir haben ein bisschen was gut zu machen“, gesteht Hansas Coach Pavel Dotchev. Der 52-Jährige kann sich noch gut an das Hinspiel erinnern, „als Granatowski aus 25 Metern den Ball oben in den Winkel eingenetzt hat. Er hat bisher zwei Tore – und eines davon gegen uns. Das tut immer noch weh.“

Aber nicht nur der entscheidende Treffer von Nico Granatowski zum 2:1 blieb von dieser Partie hängen, sondern auch die rote Karte gegen FCH-Kapitän Amaury Bischoff in der 25. Minute nach einer Tätlichkeit gegen eben jenen Granatowski, der in einem Zweikampf an dem Rostocker Spielmacher wild herumzerrte… Dem erfahrenen Bischoff brannten die Sicherungen durch, er schlug um sich, um sich zu befreien und traf dabei den Gegner – und die Rostocker mussten mehr als 60 Minuten zu Zehnt bestreiten. „Das war ein entscheidender Faktor, dass wir das Spiel damals verloren haben“, sagt Dotchev und ergänzt: „Ich bin mir sicher, wenn wir mit elf Mann geblieben wären, hätten wir das Spiel gewonnen.“

Dotchev weiß auch, dass diese Szenen noch immer bei seinen Spielern in Erinnerung geblieben sind: „Das hat auch damals die Emotionen gereizt. Die Mannschaft war so willig, dass wir gewinnen wollten. Auch nach dem Ausgleich waren wir nicht zufrieden, haben dann aber leider zu viel riskiert.“

Eine besondere Aufarbeitung der Geschehnisse insbesondere auch mit Amaury Bischoff will der Fußball-Lehrer dennoch nicht angehen. „Es geht aber nicht nur um Amaury Bischoff – es geht um alle Spieler. Wir dürfen uns nicht provozieren lassen. Es ist die Spielweise von Meppen – sehr aggressiv, körperbetont und leidenschaftlich“, erklärt er. Dass ausgerechnet sein Kapitän immer wieder Ziel von Nickligkeiten wird, ist dem Cheftrainer nicht entgangen. „Amaury ist ein leichtes Opfer für die Gegner. Ich weiß, dass sich viele auf ihn fokussieren, weil er leicht zu reizen ist. Aber ich denke, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat.“ Dotchev warnt aber nicht nur seinen Kapitän, sondern das gesamte Team: „Dort wird die Atmosphäre sehr hitzig sein – davon dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen und müssen kühle Köpfe bewahren.“