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FC Hansa Rostock Markus Thiele im Interview: „Wollen uns täglich verbessern“

Von MABO | 19.01.2018, 08:00 Uhr

Hansa-Sportvorstand hofft auf einen erfolgreichen Punktspielstart am Sonnabend bei der SG Sonnenhof Großaspach

Am Sonnabend beginnt für den FC Hansa bei der SG Sonnenhof Großaspach die Frühjahrsrunde der 3. Fußball-Liga. NNN-Redakteurin Marie Boywitt sprach mit FCH-Sportvorstand Markus Thiele – kam Mitte Dezember von Liga-Konkurrent VfR Aalen – über den bevorstehenden Punktspielstart und seine ersten Wochen an der neuen Wirkungsstätte.

Herr Thiele, wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung?
Markus Thiele: Wir können schon zufrieden sein. Eine Vorbereitung ist immer schwierig zu greifen, insofern darf man das auch nicht überbewerten, weil wir alle Spiele gewonnen haben. Aber ich denke, die Jungs haben Gas gegeben, sind marschiert und haben eine gute Basis für die Rückrunde gelegt.

Dennoch kann die Mannschaft nach der ordentlichen Hinrunde und mit den vier Testspielsiegen mit einem guten Gefühl in den Rest der Rückrunde starten…Siege sind immer angenehm. Man darf sie aber insofern nicht überbewerten, dass wir denken, jetzt wird die Liga ein Selbstläufer. Den Fokus müssen wir uns schon setzen. Ich verliere eigentlich immer gerne die Partien in der Vorbereitung, damit die Sinne geschärft werden. Das ist nicht passiert. Doch ich bin überzeugt davon, dass die Jungs konzentriert und mit der richtigen Einstellung in die verbleibenden Spiele gehen.

Was muss verbessert werden?
Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen. Wir haben oftmals zu leichtfertig den Ballbesitz abgegeben und sind so unnötig unter Druck geraten. Da müssen wir dominanter auftreten.

Mit Paderborn und FC Magdeburg führen zwei Teams die Tabelle mit einem relativ großen Vorsprung an. Wie ungewöhnlich ist das für diese Liga?
Paderborn ist schon die Überraschungsmannschaft. Magdeburg hingegen hat genau die Stabilität und Souveränität, die ein Spitzenteam haben muss. Die Jungs sind aktuell einfach noch einen Schritt weiter – da müssen wir hinkommen. Im vorigen Jahr ist Magdeburg Vierter geworden, hat seine Lehren daraus gezogen, ist dementsprechend mit einer gewissen Stärke in die Saison gekommen und hat die Liga dominieren können. Deswegen müssen wir uns auch täglich verbessern, dass wir in diese Richtung kommen.

Bisher gab es mit Stürmer Pascal Breier nur einen Neuzugang im Winter. Sind noch weitere geplant?
Momentan sind wir nicht aktiv unterwegs, aber wer weiß, was der Januar noch bringt. Dennoch will ich betonen, dass sich die Mannschaft in eine gute Position mit dem vierten Rang gebracht hat und dementsprechend auch das Vertrauen für die Rückrunde verdient hat.

Welchen Eindruck haben Sie seit Ihrem Amtsantritt von der Mannschaft gewonnen?
Einen guten. Die Jungs gehen sehr kollegial und sehr gut miteinander um, das hat mich noch einmal positiv überrascht. Alle sind fokussiert und hungrig.

Wie wichtig ist ein guter Start nach der Winterpause?
Einen guten Start wünscht sich jeder. Wenn wir verlieren, ist deswegen nicht die Saison kaputt und wenn wir gewinnen, sind wir noch lange nicht aufgestiegen – deshalb darf man das Spiel nicht zu hoch bewerten. Ich glaube, dass wir eine vernünftige Stabilität in die Rückrunde bringen müssen und dementsprechend so auftreten. Wir dürfen den Druck vor dem Match in Großaspach nicht zu groß machen. Das wird nicht das entscheidende Spiel sein, sondern alle noch anstehenden 18.

Wie schätzen Sie Großaspach ein?
Es wird eine schwere Aufgabe. Die Mannschaft kommt sehr viel über Laufbereitschaft, Teamgeist und hohe Mentalität. Die Jungs auf der Seite sind auch alle hungrig und marschieren. Ich habe da auch schon 2:0 geführt und trotzdem nicht gewonnen. Es ist dort immer sehr schwierig zu spielen.

Insgesamt laufen elf Spielerverträge zum Ende dieser Saison aus. Wie sehen mit Blick auf diesen Stand die Planungen aus?
In intensiven Gesprächen und deutlichem Austausch sind wir aktuell mit den Spielern Janis Blaswich, Bryan Henning und Lukas Scherff, weil wir denken, dass diese sich mit ihren bisherigen Leistungen in den Fokus gespielt haben. Dann wollen wir weitersehen, wer die nächsten Kandidaten für Verhandlungen sind.