Ein Angebot des medienhaus nord

FC Hansa Rostock Biankadi wird immer mehr zum Torjäger

Von André Gericke | 13.11.2018, 18:42 Uhr

Merveille Biankadi traf drei Mal in den vergangenen vier Spielen.

Merveille Biankadi wird immer wichtiger für das Spiel des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Vor allem, seit der 23-Jährige die Kaltschnäuzigkeit für sich entdeckt hat. Drei Treffer gelangen dem Offensivmann in den vergangenen vier Partien. Biankadi ist auf dem Weg, sich zu einem Torjäger zu entwickeln, nachdem er zu Saisonbeginn doch einige Hochkaräter liegen gelassen hat. ",Merv' ist für uns ein richtig guter und wichtiger Spieler geworden. Ich freue mich unheimlich für ihn, dass er jetzt schon drei Tore geschossen hat", sagt Hansa-Trainer Pavel Dotchev.

In Erfurt kam der Kicker hauptsächlich im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Bei Hansa beackert er die linke Außenbahn. Ein Fakt, der dazu führt, dass Biankadi nun merklich öfter in gefährlicher Position im gegnerischen Strafraum auftaucht. Mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke ist er prädestiniert für den Offensivbereich. "Das war aber zunächst neu für mich. Ich musste mich erst reinfinden, dass ich mehr in die Abschlusssituationen komme und dabei die Ruhe behalte. Das gelang mir in den vergangenen Wochen ganz gut. In Jena hätte ich trotzdem auch ein Tor machen können", übt Biankadi Selbstkritik.

Vor der Saison hat Dotchev vom Neuzugang, der in Erfurt in der Vorsaison einen einzigen Treffer erzielte, mindestens ein halbes Dutzend Tore gefordert. "Ich habe ihm gesagt, dass nur ein Tor für seine Qualitäten viel zu wenig ist und dass ich auf mindestens sechs tippe. Ich glaube mittlerweile, dass es sogar mehr werden", so der Coach. Aufgrund der anfänglichen Abschlussschwäche von Biankadi im Hansa-Trikot hatte ihm der Coach nach seinem ersten Saisontreffer in Zwickau für ein weiteres Tor im nächsten Spiel gegen Fortuna Köln die Kapitänsbinde als Belohnung ausgelobt. Und er traf. "Die Binde möchte ich aber gar nicht haben", so der gebürtige Münchener, der in seiner Jugend auch für den Deutschen Rekordmeister FC Bayern auflief.

Für Dotchev kommt die Entwicklung von Biankadi nicht von ungefähr. "Das Gute ist, dass er es selbst trainiert. Er legt sich nach dem Training Bälle hin und versucht, Abschlüsse zu simulieren. Er belohnt sich mit seinen Toren sozusagen selbst und dadurch bekommt er noch mehr Selbstvertrauen", verrät der Coach die Extraschichten seines Schützlings. Auch Biankadi merkt den Trainingseffekt. "Vor ein paar Wochen wäre das nicht so selbstverständlich gewesen. Zuletzt gegen Kaiserslautern war der erste Kontakt nicht so gut. Danach habe ich versucht, das Beste daraus zu machen, und bin glücklich, dass der Ball reingegangen ist", so der Schütze zu seinem zwischenzeitlichen 3:1 beim 4:1-Sieg gegen den Zweitliga-Absteiger.

Und er hat Spaß gefunden am Toreschießen. "Es ist schon cool, dass ich das Tor gemacht habe. Doch sich jetzt darauf auszuruhen, wäre der falsche Weg. Denn der Trainer wollte mindestens sechs haben, da brauche ich noch drei."

 

Spieltage terminiert

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Spieltag 19 bis 23 der 3. Liga terminiert. Die Heimpartien gegen den VfR Aalen (15. Dezember), Energie Cottbus (22. Dezember) und die SpVgg Unterhaching (9. Februar) finden jeweils sonnabends um 14 Uhr statt. Die Auswärtsspiele in Braunschweig (27. Januar, 14 Uhr) sowie beim SV Wehen Wiesbaden (3. Februar, 13 Uhr) werden jeweils sonntags angepfiffen.