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Rostock Mohammed Lartey ist trotz Ramadan Leistungsträger

Von geri | 12.08.2011, 07:20 Uhr

Der heilige Fastenmonat Ramadan ist auch für in Deutschland lebende Muslime Pflicht.

29 Tage verzichten sie zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Auch Hansa-Profi Mohammed Lartey hält sich daran. "Nur an Spieltagen faste ich nicht", berichtet der 24-Jährige. Wie auf dem Platz sei der Kicker auch auf seine Religion bezogen "sehr geradlinig und zielstrebig. Ich lebe sie aus."

Und natürlich ist es nicht einfach. "Vor allem wenn wir zweimal Training haben, dann ist es schon richtig hart. Ich mache den Ramadan, seit ich 15 oder 16 bin, und habe es immer geschafft. Er tut mir auch gut", so Lartey, der weiter berichtet: "Ich kenne einige andere Fußballer, die es nicht schaffen."

Hansa-Coach Peter Vollmann weiß über die Besonderheit seines Spielers Bescheid. "Wir haben eine Absprache, dass er sofort eine Einheit abbrechen kann, wenn etwas Außergewöhnliches passiert. Wir wollen ja keine Verletzung riskieren", so der 53-Jährige. Dem stimmt Lartey zu: "Ich werde natürlich meine Gesundheit nicht gefährden."

In den vergangenen Partien agierte Lartey nicht, als wäre er durch den Ramadan geschwächt. Vielmehr war der Mittelfeldmann ein Aktivposten: "Ich denke, dass vielleicht ein, zwei Prozent fehlen. Doch ich versuche, das auszugleichen."