Ein Angebot des medienhaus nord

Hansa Rostock Nur 1:1 in Erfurt: Hansa Rostock kommt nicht von der Stelle

Von Redaktion svz.de | 25.11.2012, 03:46 Uhr

Ein dummer Elfmeter und zwei vergebene Riesenchancen haben Hansa Rostocks Sieg in Erfurt verhindert. Nach dem 1:1 haben die Mecklenburger bereits sieben Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze. Trainer Fascher ist dennoch nicht unzufrieden.

Hansa Rostock ist die Rückkehr in die Erfolgsspur nur halbwegs gelungen. Nach zwei Niederlagen in Folge kam der selbst ernannte Aufstiegsanwärter beim Abstiegskandidaten Rot-Weiß Erfurt am Samstag über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus und ist vom Saisonziel damit meilenweit entfernt. „Zwei verschenkte Punkte, es war viel mehr drin“, haderte Mittelfeldspieler Leonhard Haas nach der schwachen Partie, die auch nicht wirklich einen Sieger verdient hatte. Hansa ist bei Halbzeit von Liga 3 als Tabellenachter nunmehr bereits sieben Zähler von Relegationsplatz 3 entfernt.

Wenn sich Haas nicht ganz so ungeschickt angestellt hätte, wäre das Saisonziel vielleicht etwas näher gewesen. Aber der Bayer in Diensten der Mecklenburger verhalf den Thüringern mit einem dummen Foul im eigenen Strafraum zu einem Elfmeter. „Aus meiner Sicht überhaupt kein Elfmeter. Keine Ahnung, was sich der Schiedsrichter dabei gedacht hat. Ich treffe ganz klar den Ball“, befand der Sünder uneinsichtig. Erfurts Kapitän Nils Pfingsten-Reddig ließ sich vor 9048 Zuschauern die Chance nicht entgehen und besorgte mit dem Halbzeitpfiff praktisch schon den Endstand.

Das wusste zu diesem Zeitpunkt natürlich noch keiner. Und Hansa hätte durchaus die Chance gehabt, dem frühen Führungstor von Tom Weilandt (25.) noch weitere hinzuzufügen. Obwohl es nicht wirklich rund lief in dem von vielen verletzungsbedingten Ausfällen geschwächten Team, das auch noch den gesperrten „Chefabräumer“ Ken Leemans ersetzen musste.

In der Schlussphase ließen die Hanseaten zwei glasklare Einschussmöglichkeiten kläglich aus. Zunächst semmelte der eingewechselte Johan Plat einen Ball aus Nahdistanz über das Tor (87.). Dann nahm Michael Blum ein Geschenk des Erfurter Torhüters Andreas Sponsel nicht an und war in der Nachspielzeit nicht in der Lage, aus gut 30 Metern ins verwaiste Tor zu treffen. „Zwei hundertprozentige Torchancen. Wenn du solche Hochkaräter nicht machst, fährst du eben nur mit einem Punkt nach Hause“, haderte Marc Fascher.

Zu harscher Manöverkritik wollte der 44-Jährige, der Hansa seit seinem Amtsantritt im September wenigstens wieder einigermaßen auf Kurs gebracht hat, jedoch nicht ausholen. „Wir müssen Woche für Woche improvisieren. Ich kann der Mannschaft eigentlich nur ein Riesenkompliment aussprechen, wie sie die ganzen Umstellungen kompensiert hat. Wir sind im Soll, es ist noch alles möglich“, sagte Fascher.

Damit das so bleibt, müssen in den drei noch ausstehenden Begegnungen bis zur Winterpause aber noch ein paar Punkte her.