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Hansa Rostock Ostseestadion fürs Spiel bereit

Von MABO | 27.01.2016, 08:00 Uhr

Für den geregelten Ablauf der Winterpartien ist die Rasenheizung ein Muss – Hans-Jürgen Meister ist bei Hansa zuständig

Die Heimspielstätte des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock ist spielbereit für die erste Begegnung in diesem Jahr gegen den VfL Osnabrück (Sonnabend, Anpfiff 14 Uhr). Trotz der wieder einsetzenden Plusgraden läuft die Rasenheizung im Ostseestadion durchgehend.

„Sobald der erste Frost angesagt wird, schaltet sich die Heizung an – und läuft dann die gesamte Winterperiode durch“, erklärt Hans-Jürgen Meister, Leiter Technischer Dienst im Ostseestadion. Dieser Dauerbetrieb koste den Verein etwa 3000 Euro täglich. Jedoch würde es keinen Sinn machen, die Wärmequelle immer wieder an- oder auszuschalten. Unter anderem, weil das Wasser bei zu langer Nichtbenutzung gefrieren könnte. „Zudem werden die Temperaturen per Computer reguliert, sodass die Bodentemperatur nicht unter 4,2 Grad Celsius sinkt und nur so sehr beheizt wird“, erklärt Meister. Das Wasser, das momentan durch die 20 Zentimeter tief im Boden liegenden Leitungen fließt, hat eine Temperatur von etwa 18 Grad Celsius.

Seit 14 Jahren arbeitet der heute 61-Jährige beim FC Hansa. Und ist damit eigentlich erst nach der Rasenheizung zum Traditionsverein gestoßen. Denn diese wurde bereits im Jahr 1996 eingebaut. „Damals haben uns Dänen die Fernwärme-Anlage installiert und sie funktioniert heute noch einwandfrei“, sagt Meister. Mehr noch: Viele – auch höherklassige Clubs – kommen bei der Suche nach Modellen bezüglich der Rasenheizung auf Hansa zu. Denn manche Heizungen funktionieren auch mit Glycol, um die Anlage flexibel laufen zu lassen. „Dafür benötigt man unter den Leitungen aber eine Wanne, da sonst Gifte ins Grundwasser gelangen könnten. Bei uns ist das nicht nötig, da nur warmes Wasser in den Leitungen ist“, erklärt Meister.

Dies ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch einfach zu bedienen. „Es funktioniert wie eine Fußbodenheizung und sieht auch so aus. Der Abstand zwischen den einzelnen Leitungen beträgt etwa 20 bis 25 Zentimeter – nur etwas größer“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Probleme gab es während seiner Amtszeit nicht – lediglich Überraschungen: Wenn in der Sommerpause die Rasen- und Erdbeschaffenheit kontrolliert wird. „Dabei benutzen wir einen Metallstab und stechen tief in den Boden. Da ist es schon mal vorgekommen, dass uns eine Fontäne entgegenkam, weil wir eine Leitung erwischten“, erzählt Meister. Schlimm sei dies nicht, da die Löcher einfach geflickt werden können.