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FC Hansa Rostock Profis bringen sich mit Musik von Marteria in Schwung

Von Redaktion svz.de | 28.03.2015, 07:58 Uhr

Hip-Hop-Künstler steht bei Hansa-Spielern hoch im Kurs / Krauße & Co. auf Konzertbesuch / Spieler spenden Tickets für guten Zweck

Wenn sich die Profis des FC Hansa auf ein Spiel vorbereiten, schallt meist auch die Hymne „Mein Rostock“ von Rapper Marteria durch die Kabine. „Wir hören uns seine Musik immer vor dem Warmmachen an. Mir gefallen seine Songs super“, sagt Hansa-Talent Robin Krauße. Der 20-Jährige gehört wie auch Manfred Starke, Johannes Brinkies und Tommy Grupe zu den Fans des Hip-Hop-Künstlers. Im vergangenen Jahr besuchten er und seine Mitspieler sogar ein Konzert des gebürtigen Rostockers. „Ich habe ihn auch mal persönlich getroffen, er ist echt gut drauf. Marten ist ein Künstler aus der Region, der den Verein lebt“, so Krauße.

Tatsächlich schaute Marten Laciny, der bekanntlich in der Jugend selbst für den FC Hansa spielte, schon häufig bei den Profis vorbei. Mal schoss er im Training die Keeper warm, mal saß er wie 2013 beim Benefizspiel gegen den FC Bayern als Co-Trainer auf der Bank. Nun also der nächste Schritt: Der Musiker organisierte zusammen mit Ex-Profi Stefan Beinlich und dem Traditionsclub ein Promi-Spiel. „Das ist natürlich überragend, dass er und ,Paule’ das Stadion vollbekommen haben. Sonst wäre das hier alles nicht möglich“, lobt Hansa-Trainer Karsten Baumann das Engagement des Duos.

Schließlich wäre der Verein ohne die Einnahmen aus der morgigen Partie in finanzielle Schieflage geraten. Die Lizenz war in Gefahr, ein Punktabzug drohte, selbst die Winter-Transfers wären in der Form nicht möglich gewesen. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt. Das beweist, was hier beim FC Hansa möglich ist“, so der Coach, der sich morgen unter die 27 000 Zuschauer des Benefizspiels mischen wird.

Ob dies für die gesamte Mannschaft gilt, ist offen. „Wir haben das jetzt nicht zum Pflichttermin gemacht. Aber es werden sicher einige Spieler dabei sein“, sagt der 45-Jährige.

Vorab erwarben alle seine Schützlinge jedoch Eintrittskarten für die Partie und stellten diese Hansa-Anhängern zur Verfügung, die sich kein Ticket leisten können. Eine Geste, die sicher auch Marteria gefallen hat…