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FC Hansa Rostock Rieble überzeugt beim Debüt

Von MABO | 21.02.2018, 08:00 Uhr

Der neue Defensivmann ist gegen Preußen Münster erstmals im Hansa-Trikot aufgelaufen, noch fehlt ihm aber die Spielpraxis

Nach nun fast dreiwöchigem Training beim Fußball-Drittligisten FC Hansa konnte Neuzugang Nico Rieble am Freitagabend beim SC Preußen Münster (0:2) sein Debüt für die Rostocker geben. „Klar freue ich mich, dass ich zum Einsatz kam, aber das
Ergebnis ist natürlich nicht schön“, sagt der 22-Jährige.

Der Defensivmann, dessen eigentliche Hauptposition die linke Außenbahn in der Abwehr ist und der von FCH-Coach Pavel Dotchev als Option für die Innenverteidigung gesehen wird, kam bei den Westfalen auf einer anderen Position zum Einsatz. „Ich sollte vor der Abwehr für Sicherheit sorgen und versuchen, einige Bälle abzufangen.“ Und diese Aufgabe hat er, geht es nach seinem Trainer, gut gemacht: „Er kam rein und hat sofort Spielkultur gebracht und gute Bälle gespielt. Er ist jemand, der auch ein Kopfballspieler ist. Ich denke, dass er auch zentral zum Einsatz kommen kann. Was er noch nicht genug hat, ist Spielpraxis“, führt Dotchev aus.

Dennoch traut der 52-Jährige seinem Schützling einiges zu: „Er ist ein guter Fußballer. Meistens ist es dann ja so, dass du mehrere Postionen spielen kannst. Dabei geht es um Spielverständnis und -intelligenz.“ Als Innenverteidiger stellt Nico Rieble einen Backup für Julian Riedel und Oliver Hüsing dar, denen mit vier gelben Karten bei der nächsten Verwarnung eine Sperre von einem Spiel droht.

Nun bewies Rieble seine Bereitschaft auch im Mittelfeld. Ins kalte Wasser will ihn Dotchev beim Ost-Duell gegen den 1. FC Magdeburg (Sonnabend, ab 14 Uhr im Ostseestadion) dennoch nicht werfen: „Das ist kein Spiel zum Testen. Allerdings wird es nur mit Amaury Bischoff vor der Abwehr schwer, weil auch Magdeburg mit langen Bällen agiert. Aber ich muss es irgendwann ausprobieren. Vielleicht mit einem Einsatz im Landespokal.“

Väyrynen läuft

Personell sieht es beim FC Hansa mit Blick auf das Spiel gegen den Tabellenführer Magdeburg gut aus – der zuletzt verletzte Tim Väyrynen (Adduktoren) konnte gestern eine individuelle Laufeinheit mit Athletikcoach Björn Bornholdt absolvieren. „Noch haben wir kein Okay von den Ärzten. Aber es ist geplant, dass er ab Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren kann“, so Hansa-Trainer Pavel Dotchev. Ob der 1,91 Meter große Finne jedoch eine realistische Alternative für die Partie am Sonnabend darstellt, „müssen wir nach den Eindrücken im Training entscheiden. Wer weiß, ob es wirklich von der Fitness her reicht“, so Dotchev.

Heute ist kein Training.