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Hansa Rostock Neuzugang Riedel hofft auf positiven Ruck

Von GERI | 22.06.2017, 08:00 Uhr

Der Neuzugang vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue sieht in dem großen Umbruch beim FC Hansa auch eine große Chance

Schon zum dritten Mal in seiner Fußball-Karriere folgt Julian Riedel dem Lockruf von Pavel Dotchev. Nach Preußen Münster und Erzgebirge Aue schnürt der Abwehrmann in der kommenden Saison für den FC Hansa seine Schuhe und damit erneut unter dem 51-jährigen Coach. „Er ist menschlich einfach ein sehr guter Typ, der dir geradeheraus sagt, was er von dir hält. Ich finde es im Fußball sehr wichtig, dass man weiß,
woran man ist, um die eigene Leistung optimieren zu können. Fußballerisch liegen wir auch auf einer Wellenlänge, wollen schnellen sowie attraktiven Fußball zeigen. Bisher hat es gepasst. Ich hoffe, dass es so weitergeht“, sagt der Verteidiger. Und auch außerhalb des Platzes habe Dotchev ein Ohr für seine Spieler: „Man kann auch menschlich auf ihn zukommen, wenn man neben dem Fußball mal ein Problem hat. Er versucht einem immer Hilfestellungen zu geben.“

Vom FC Hansa und der neuen Mannschaft hat Julian Riedel bislang einen rundherum positiven Eindruck. „Es ist eine gute Truppe mit guten Jungs. Ich denke, dass das passt. Das Training ist intensiv, aber das kennt man ja von Vorbereitungen. Zudem ist das Ostseestadion normalerweise keine Drittliga-Arena und auch die Infrastruktur nicht. Es gibt sehr gute Möglichkeiten für die Spieler, um sich vor- oder nachzubereiten. Es ist alles vorhanden, was benötigt wird“, so der Kicker.

In den kommenden Wochen wird es nun darauf ankommen, wie sich die neuen Spieler aufeinander einstellen. „Wir wollen natürlich so erfolgreich sein wie möglich. Jeder will immer gewinnen, aber dafür müssen wir uns als Mannschaft finden und einen guten Plan haben. Ich denke, dass der Trainer uns den vorgeben wird“, so Riedel, der persönlich an die vergangenen Jahre anknüpfen möchte. Dass sich Hansa dabei im Abwehrbereich komplett neu aufstellt, empfindet er als Vorteil. „Jeder muss zunächst auf seine Leistung achten und versuchen, sich einzubringen. Natürlich ist so eine neue Mannschaft für jeden auch eine Chance, bis sie sich findet und festigt. Das kann einen positiven Ruck geben und eine gewisse Aufbruchstimmung, die wir auf dem Platz erzeugen wollen“, sagt Julian Riedel.

Bei der sonst in Rostock mitunter schwierigen Wohnungssuche war der 25-Jährige jetzt schon erfolgreich. „Wir haben uns einige Wohnungen angeschaut und auch schon eine gefunden. Ich hoffe, dass es klappt und wir schnell heimisch werden“, so der Abwehrmann, dessen Freundin Elena noch in Münster studiert: „Vielleicht ist es möglich, dass sie nach dem nächsten Semester nachkommt.“

Und auch in Rostock sowie am Strand von Warnemünde hat sich Julian Riedel schon umgeschaut: „Am Strand kommt Urlaubsfeeling auf. Ligaweit ist das einzigartig. Die Stadt sieht auch sehr gemütlich aus und gefällt mir.“

Abgänge



Weitere Ex-Hanseaten haben einen neuen Verein gefunden: Aleksandar Stevanovic (Viertligist SV Elversberg), Michael Gardawski (polnischer Erstligist Korona Kielce) und Ronny Garbuschewski (Drittligist FSV Zwickau).