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Hansa Rostock Riedel: Können das wegstecken

Von MABO | 19.02.2018, 08:00 Uhr

Die 0:2-Niederlage in der 3. Fußball-Liga bei Preußen Münster wird den FC Hansa nicht umwerfen, ist sich der Innenverteidiger sicher

Die Siegesserie des FC Hansa im Jahr 2018 in der 3. Fußball-Liga ist beendet – die Rostocker haben beim SC Preußen Münster mit 0:2 verloren. Die Bilanz von drei Pleiten in den zurückliegenden zehn Partien stimmt dennoch positiv.

Deshalb wird die jüngste Schlappe die Ostseestädter nicht umwerfen, ist sich FCH-Innenverteidiger Julian Riedel sicher: „Wenn eine Mannschaft nach so einer Serie kein Selbstvertrauen hat, dann ist etwas verkehrt. Deswegen haben wir uns auch in der Kabine in der Pause gesagt: ,Männer, wir sind gut drauf, es ist nur ein Tor, wir können das hinkriegen.‘ Ich denke, das haben wir uns erarbeitet, dass wir so auftreten, wie wir es tun, und das wegstecken können.“

Dies erwartet auch Coach Pavel Dotchev von seiner Truppe: „Es wäre falsch, wenn wir an uns zweifeln. Wir müssen die guten Sachen mitnehmen und die schlechten Dinge aufarbeiten.“

Nichtsdestotrotz muss der 26-jährige Defensivmann Riedel zugeben, dass die Rostocker sich am Freitagabend „verdient geschlagen geben mussten. Ich verliere lieber so, wenn man zugeben muss, dass der Gegner verdient gewonnen hat.“

Julian Riedel gewinnt aber dennoch lieber, als dass er ohne Punkte die Rückkehr an die Ostsee antritt. „Es tut natürlich trotzdem weh. Wir wollten den vierten Sieg hintereinander. Denn gerade Serien und die daraus entstehenden Automatismen sind schön.“

Der Niederlage in Münster möchte er jedoch keine zu hohe Bedeutung beimessen. „Es ist nicht so, dass wir jede Mannschaft in Grund und Boden spielen. Wir müssen in jeder Partie 100 Prozent geben. Wir sind nicht die Übermannschaft, die jeden wegputzt. Das ist alles harte Arbeit und Teamgeist. Wenn wir das mal nicht alles auf den Platz bringen und der Gegner wie jetzt Münster einen guten Tag hat, dann verliert man auch mal.“

Ärgerlich ist die Pleite mit Blick auf die Tabelle. Denn nun sind die Rostocker mit 43 Punkten Tabellenfünfter, haben einen Zähler Rückstand auf den dritten Rang und acht auf den Zweiten. „Das sind Punkte, die verloren gehen“, so Riedel.

Für den 26-Jährigen muss es nun aber weitergehen. „Das nächste Spiel gegen Magdeburg ist ein absoluter Knaller. Das wollen wir gewinnen.“ Coach Dotchev blickt mit Argusaugen auf das Ost-Duell am Sonnabend im Ostseestadion (Anpfiff 14 Uhr): „Erst wenn das Match gespielt ist, kann man sagen, ob die Münster- Niederlage ein kleiner Dämpfer oder ein Rückschlag war.“