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FC Hansa Rostock Sprung auf Rang drei verpasst

Von André Gericke | 16.12.2017, 14:05 Uhr

Nach vier Siegen in Folge verliert Fußball-Drittligist Hansa Rostock wieder: 0:3 gegen Sportfreunde Lotte

Rostock Der FC Hansa konnte die Vorlage aus Jena (4:3-Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden)  nicht nutzen und hat zur Winterpause in der 3. Fußball-Liga den Sprung auf Aufstiegsrelegationsplatz drei  verpasst.  Die Rostocker mussten  gegen die Sportfreunde Lotte die dritte Heimpleite der Saison einstecken – unterlagen  0:3 (0:1). Mit weiterhin 34 Punkten überwintern die Hanseaten auf dem vierten Tabellenplatz.

Über die gesamte Spielzeit taten sich die Hausherren extrem schwer, ins letzte Drittel vorzudringen, um sich die entsprechenden Torchancen zu erspielen. Die aggressiven Gäste kauften den Rostockern mit robuster Zweikampfführung und vielen kleinen taktischen Foul den Schneid ab, ließen das gefürchtete Passspiel des FCH nicht zur Entfaltung kommen.

Dennoch hätte das Duell anders verlaufen können, wenn nicht auch der Unparteiische mit seinen Assistenten einen schlechteren Tag erwischt hätte. Dem 1:0 für Lotte durch Maximilian Oesterhelweg ging ein klares Foulspiel von Matthias Rahn an Bryan Henning voraus, der den Rostocker daran hinderte, auf den späteren Schützen rauszurücken und den Schuss zu blocken. Zu allem Überfluss wurde der Ball von Hansa-Kapitän Amury Bischoff zudem noch abgefälscht (11.). Nur zwei Minuten später glich Hansa durch Marcel Hilßner per Freistoß von der Seite aus, doch der Assistent hebt wegen vermeintlichem Abseits die Fahne – eine Fehlentscheidung (13.).

„In der ersten Hälfte ist alles schief gelaufen, was schief laufen kann. Für mich ist es ein ganz klares Foulspiel beim 0:1. Anderseits war es kein Abseitstor von uns. Das macht aus einem 1:0 für uns ein 1:0 für den Gegner. Nichtsdestotrotz hatten wir eine Halbzeit lang Zeit, das Ding noch umzudrehen. Wir haben dann alles nach vorne geworfen und sind immer wieder angerannt. Der Gegner hat gar nicht mehr versucht Fußball zu spielen, hat dann natürlich einen Konter zum 2:0 gut ausgespielt. Als wir dann Mann und Maus nach vorne werfen, passiert noch das 0:3. Das ist natürlich viel zu hoch, wenn man den Spielverlauf sieht“, sagt Marcel Hilßner, der in der Offensive der auffälligste Rostocker war.

 Doch auch der Linksfuß hatte  nicht das richtige Zielwasser getrunken, vergab mehrfach in aussichtsreicher Position (27., 58.). Letztlich war das Spiel der Gastgeber zu einfallslos, um Lotte in  Bedrängnis zu bringen.

„Diese Niederlage  wirft uns nicht um. Wir haben eine super Hinrunde gespielt.  Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Jeder wird jetzt zu seiner Familie fahren und Kraft tanken. Dann greifen wir  wieder an.  Wir können um den Aufstieg mitspielen, aber wenn wir nicht konzentriert sind und jeder bereit ist, an die Grenze zu gehen, können wir uns die Hinrunde auch wieder kaputtmachen “, sagt Marcel Hilßner.