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FC Hansa Rostock Stephan Andrist beißt sich durch

Von GERI | 12.04.2016, 05:00 Uhr

Der Schweizer in Diensten des FC Hansa kickt zum ersten Mal in seiner Karriere im Ausland und meistert die Herausforderung immer besser.

Sein Engagement an der Ostsee ist für ihn das erste außerhalb von seinem Heimatland und auch weg von der Familie. Klar, dass dann und wann auch Heimweh aufkommt. „Für meine Leute, meine Familie und meine Freundin ist der Weg hierher nach Rostock nicht so einfach. Die Reise ist sehr kompliziert und muss im Voraus genau geplant werden“, verrät Andrist. Üblicherweise fährt er zwei Stunden mit dem Auto nach Hamburg, fliegt von dort nach Zürich und „wenn es gut geht, brauche ich noch einmal 45 Minuten mit dem Auto bis ich zu Hause bin. Das ist eben nicht mal so schnell zu machen“, so der Kicker, dessen Freundin ihn aber so oft es geht in Rostock besucht: „Für meine Familie ist es da momentan schwieriger.“

Trotzdem hat er den Schritt, an die Ostseeküste zu kommen, nicht bereut. „Es ist etwas Neues, eine Herausforderung. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste und wollte den Schritt ins Ausland wagen. Am Anfang war es schwierig, weil ich auch noch so viele Sachen in der Schweiz erledigen musste, was ich vorher nicht wusste“, so Stephan Andrist. Dabei musste er sich unter anderem um Versicherungen kümmern, um die Steuererklärungen oder auch das Militär, wie der 28-Jährige berichtet.

Doch das ist mittlerweile alles erledigt und der Mittelfeldspieler kann sich auf das konzentrierten, was er am besten kann: Fußball spielen. „Ich bin ein Offensivspieler, und versuche Tore zu machen oder Vorlagen zu geben.“ Am wichtigsten sei jedoch der Teamerfolg und damit der Klassenerhalt. „Der steht ganz oben bei mir“, so Andrist, der mit seiner persönlichen Ausbeute von je drei Treffern und Vorlagen unzufrieden ist: „Für mich ist das zu wenig. Ein paar Tore mehr hätten es schon sein können.“

Größtes Pfund des Flügelflitzers ist seine Schnelligkeit. Für Hansa-Trainer Christian Brand sei er in der 3. Liga kaum zu halten, jedoch braucht er ab und an einen kleinen Tritt in den Hintern. „Ich lebe von meiner Schnelligkeit, aber man kann auch nicht in jedem Spiel tausend Sprints machen. Ich kenne den Trainer schon lange. Er ist sicher auch ein Grund, weshalb ich jetzt besser zurecht komme“, stimmt Andrist seinem Coach in gewisser Weise zu.