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Hansa Rostock Stürmer-Karussell dreht sich gezwungenermaßen

Von André Gericke | 29.01.2010, 01:41 Uhr

Beim Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock dreht sich momentan das Stürmer-Karussell auf Höchststufe.

Allerdings gezwungenermaßen, denn keiner der bislang eingesetzten Angreifer konnte Trainer Andreas Zachhuber restlos überzeugen. "Wir haben in der Rückrunde in 180 Minuten nur ein Tor geschossen. Das ist eindeutig zu wenig", so der 47-Jährige.

Dabei gab er in den ersten beiden Partien nach der Winterpause bis auf Enrico Neitzel (nach diversen Verletzungen noch Trainingsrückstand) allen Angreifern die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Tobias Jänicke (135 Minuten), Fin Bartels (90), Marcel Schied, Felix Kroos (je 45) sowie Enrico Kern (31) schafften es nicht, ein Stürmertor zu erzielen. "Jeder bekam seine Chancen, aber bislang muss man ehrlich sagen, keiner konnte sie nutzen. Ich hatte schon erwartet, dass einer mit guten Aktionen, Vorlagen oder Toren auf sich aufmerksam macht", sagt "Zacher".

Das bislang letzte Stürmertor gelang Kern. Er traf am 21. November zum 2:1 im Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Aber gerade der Routinier bereitet derzeit die wohl größten Sorgen. "Ihm fehlt ein bisschen die Spritzigkeit. Zudem hat er Nachholbedarf in den Zweikämpfen. Aber daran wird er arbeiten, und ich bin überzeugt, dass er für uns in der Rückrunde noch ganz wertvoll sein wird", erklärt Rostocks Coach.

Mit Gardar Jóhannsson bewirbt sich seit dieser Woche ein weiterer Offensivmann um einen Platz im Angriff des FCH. Der isländische Nationalspieler mit Gardemaß von 1,90 Metern soll den Konkurrenzkampf weiter anheizen und hinterließ wie Landsmann und Mittelfeldspieler Helgi Danielsson (beide wurden in der Winterpause verpflichtet) in den ersten Einheiten einen ordentlichen Eindruck. Sie dürften gegen Union Berlin ihr Debüt im Trikot der Rostocker geben. "Gardar Jóhannsson setzt mit seinen Körper gut ein, schirmt den Ball ordentlich ab und erweitert unsere Möglichkeiten im Spiel nach vorn", so Zachhuber, der nicht glaubt, dass es ein großes Handicap ist, dass beide die komplette Vorbereitung beim FC Hansa nicht mitmachten: "Ich habe mit ihnen gesprochen. Das sollte kein Problem sein. "