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Hansa-Keeper Jörg Hahnel hat die Nase voll Zeit, dass die Saison endlich vorbei ist

Von André Gericke | 13.05.2011, 07:05 Uhr

Der FC Hansa Rostock verabschiedet sich heute mit einem Heimspiel gegen Rot Weiss Ahlen aus der 3. Fußball-Liga. 26.000 Fans wollen dabei sein und noch einmal mit der Truppe den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern.

Der 38. und letzte Spieltag der Fußball-Drittliga-Saison 2010/11 steht heute auf dem Programm. Und Hansa Rostock empfängt ab 13.30 Uhr zum Saisonhalali Rot Weiss Ahlen in der DKB-Arena. Während es für die Gastgeber nach dem Aufstieg in die 2. Liga lediglich noch um die goldene Ananas geht, stecken die Nordrhein-Westfalen mitten im Kampf um den Klassenerhalt. "Wir haben beschlossen, dass wir die Partie gewinnen wollen. Daher wird es auch für niemanden ein Abschiedsgeschenk geben. Ich mag das auch nicht, einen Spieler einzusetzen, der vorher schon Blumen bekommen hat", sagt Hansa-Trainer Peter Vollmann. Daher dürfte Hendrik Großöhmichen (in der Warteschleife für einen neuen Vertrag) anstelle von Martin Stoll, dessen Kontrakt nicht verlängert wird, auflaufen. Zudem nimmt Jörg Hahnel den Platz im Tor wieder ein, den in den vergangenen beiden Partien Vertreter Kevin Müller innehatte.

Der Rahmen für einen feierlichen Abschied ist gegeben. Rund 26 000 Fans werden erwartet - Saisonrekord. Eventuelle Resttickets werden heute ab 11 Uhr an der Stadionkasse noch verkauft. Doch einige Profis sind nach den vergangenen drei Wochen schon ein bisschen feier- und fußballmüde. "Es wird Zeit, dass die Saison endlich vorbei ist. Es sind zwar nur vier Duelle mehr als sonst, aber es reicht jetzt. Es war schon schwer, in den vergangenen Wochen die Spannung hochzuhalten", verrät Keeper Jörg Hahnel.

Für die Partie gegen Ahlen verspricht der Schlussmann aber noch einmal vollen Einsatz: "Ich denke schon, dass wir uns im letzten Punktspiel straffen können. Das ist immer etwas Besonderes. Zumal das Stadion auch voll ist. Und wenn wir dann gewonnen haben, können wir ruhig feiern."

Der gebürtige Erzgebirgler hat mit Hansa in der ersten, zweiten und dritten Liga gespielt. Dass es für den FCH nach dem Absturz so schnell wieder aufwärts ging, kam für den 29-Jährigen überraschend. "Damit konnten wir nicht rechnen. Wir wollten einen Platz im sicheren Mittelfeld. Dass es dann so glatt laufen würde und wir schon so früh als Aufsteiger feststehen, ist sensationell. Doch wie Urlaub, so wie es auf unseren Shirts steht, war die dritte Liga nicht, sondern harte Arbeit."