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FC Hansa Rostock "Es ist ein gutes Gefühl bei der Mannschaft zu sein"

Von Thomas Baake | 30.01.2019, 16:53 Uhr

Die Position des Zeugwarts wurde bei Drittligist FC Hansa Rostock mit einem alten Bekannten neu besetzt.

Die Transferperiode in der Winterpause im deutschen Profifußball endet am Donnerstag.

Kurz zuvor war der FC Hansa Rostock noch einmal tätig. Aber nicht auf dem Feld, sondern beim Personal im Hintergrund – was nicht zu unterschätzen ist. Andreas Thiem ist zurück. Position: Zeugwart. Das bedeutet im Arbeitsalltag: Training absichern, Wäsche waschen und einiges mehr. Der 53-Jährige ist schon mehr als drei Jahrzehnte im Dienst bei der Hansa-Kogge. Angefangen hat alles im Jahr 1988. Sozusagen ist Thiem eine Legende in den Katakomben und gehört zum Inventar des Drittligisten.

„Andy ist Hansa – er kennt alles und hat alles im Griff“, verrät der ehemalige Torwarttrainer Alexander Ogrinc, der Thiem in den vorigen Monaten vertreten hat. Seinen ersten Arbeitstag nach einer fünfmonatigen Pause aufgrund gesundheitlicher Probleme hatte Andreas am vorigen Donnerstag. Er ist wieder voll einsatzfähig für „seinen“ FC Hansa.

„Gesundheitlich ist alles im grünen Bereich“, lässt Thiem durchblicken. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Zeugwart in Rostock, ob vor oder nach der Wende, weiß das Urgestein des Vereins, dass man die Tätigkeiten nicht miteinander vergleichen kann. Es sei umfangreicher geworden. So habe sich beispielsweise die Anzahl der Spielerbekleidung fast verdreifacht! „Früher bin ich mit zwei Koffern los, jetzt sind es sechs Kisten“, schmunzelt Andreas. Seine Freude über das Comeback ist riesig. „Man brennt darauf, dass es wieder losgeht“, so der 53-Jährige. „Es ist ein gutes Gefühl bei der Mannschaft zu sein“, berichtet der Rückkehrer.

Stellt sich jetzt nur die Frage: Was passiert mit Alexander Ogrinc? Der 50-Jährige war als Zeugwart eingesprungen und hat die Aufgaben total gern gemacht. Schließlich hat sich der Ex-Torwartcoach schnell in das Arbeitsprofil des Zeugwarts hineingefuchst. Ogrinc bleibt dem FCH erhalten. In anderer Position, und zwar als Teammanager. Es läuft wohl auf organisatorische Dinge hinaus. Alex ist ein Symphatieträger im und rund um den Verein. „Die Chemie stimmt, und es gibt kein Konkurrenzdenken“, betont Thiem. Hand in Hand wolle man zusammenarbeiten.