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Hansa Rostock Bahn mischt gegen Wiesbaden wieder mit

Von Sebastian Lindner | 20.04.2021, 17:47 Uhr

Ansonsten hat Härtel kaum Grund zur Rotation.

Mitten in der englischen Woche vor der Partie des 33. Spieltags am Mittwoch gegen Wehen Wiesbaden im Ostseestadion (19 Uhr) steht Hansa-Trainer Jens Härtel wieder vor der schweren Frage der Kaderzusammenstellung. Bis auf den gesperrten Lukas Scherff und die beiden Rekonvaleszenten Maurice Litka und Ben Voll hat er alle Mann an Bord – auch Bentley Baxter Bahn, der als frischgebackener Vater eine Extraportion Motivation an den Tag legt. „Er ist seit Sonntag wieder im Training und versprüht große Lust“, so Härtel. „Man merkt ihm die neue Energie an.“

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Die wird Bahn genauso brauchen wie der Rest der Truppe, denn mit Wiesbaden kommt eine Mannschaft nach Rostock, die laut Härtel „eine unheimlich physische Wucht, was Körpergröße und Robustheit, aber auch Tempo angeht“, mitbringt.

Wiesbaden stark bei Standards und im Umschaltspiel

Die Hessen sind Tabellenfünfter mit zehn Punkten Rückstand auf Hansa – und damit eigentlich raus aus dem Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, wo das Team von Trainer Rüdiger Rehm vor einem Jahr noch gespielt hatte. Es sei denn, sie gewinnen gegen Rostock. So, wie im Hinspiel, als Benedict Hollerbach, der es bisher auf drei Tore brachte, einen Doppelpack schnürte, für die Kogge lediglich John Verhoek einmal traf.

Dieses Mal fehlt Hollerbach allerdings mit einem Muskelfaserriss, doch die beiden eigentlichen Top-Torschützen der Wiesbadener, Maurice Malone und Phillip Tietz mit jeweils elf Treffern werden dabei sein. Angst hat in Rostock trotzdem keiner, nur Respekt. „Sie sind unheimlich gut bei Standards und beim Umschalten und machen so ihre Tore. Dazu sind sie durchaus dazu in der Lage, ein Spiel mit dem Ball zu dominieren“, analysierte Härtel den Gegner, der sich durch einen schlechten Monat um eine bessere Position im Aufstiegskampf brachte. Ungeschlagen im Januar und Februar, ohne Punkte im März, zuletzt wieder mit zwei Siegen gegen Meppen und Unterhaching.

Löhmannsröben laufstärkster Spieler gegen Bayern

Was Hansa dem entgegensetzen wird, dürfte überwiegend dem ähneln, was Härtel gegen Bayern München II personell auf den Platz schickte, wenngleich der Trainer „ein ganz anderes Spiel gegen eine ganz andere Mannschaft mit ganz anderen Qualitäten“ erwartet. Aber nach großen Rotationen in der Startelf wie gegen Lübeck oder Magdeburg sahen die Rostocker meist nicht gut aus. Bahn wird Aaron Herzog wieder aus der Formation verdrängen. Der zuletzt gesperrte Damian Roßbach dürfte ebenfalls wieder von Beginn an spielen, jedoch nicht wie zuletzt in der Innenverteidigung, sondern hinten links für Scherff.

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Auch Björn Rother dürfte aufgrund seiner Robustheit Chancen haben, von Beginn an aufzulaufen. Als Alternative für Jan Löhmannsröben, der gegen Bayern II mit mehr als zwölf Kilometern laufstärkster Rostocker war. Sieben weitere knackten die Zehner-Marke. Doch nur so geht es aus Sicht von Härtel: „Jeder auf dem Platz und im Kader muss die Bereitschaft haben, alles zu investieren. Sonst klappt es nicht gegen Wiesbaden, denn die sind eine abgezockte Mannschaft.“

So könnte Hansa spielen

Kolke – Neidhart, Sonnenberg, Riedel, Roßbach – Rother, Rhein – Omladic, Bahn, Breier – Verhoek