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FC Hansa Rostock Wir wollen eine neue Serie starten

Von Peter Richter | 04.11.2019, 14:03 Uhr

Das 1:3 in Jena nach acht Spielen in Folge ohne Niederlage kann, glaubt Hansa-Trainer Härtel, „auch was Gutes haben“.

Der FC Hansa ist knapp daran gescheitert, in der 3. Fußball-Liga einen neuen „persönlichen“ Erfolgsrekord aufzustellen.*

Nach acht Spielen in Folge ohne Niederlage (fünf Siege, drei Unentschieden, 18 von 24 möglichen Punkten) gab es dieses vermaledeite 1:3 bei den Jenaern, die von ihren 13 Partien zuvor nicht eine einzige gewannen. Damit bleibt es bei der Bestmarke von 2013/14, als die Rostocker ebenfalls achtmal in Folge nicht bezwungen worden waren (6 S, 2 U, 20 von 24).

„Wenn man sieht, was in der Tabelle möglich gewesen wäre (im Falle eines Sieges Hansa für den Moment auf Platz fünf und vom Zweiten bis Vierten nur noch durch deren bessere Tordifferenz getrennt – d. Red.), ist es natürlich bitter, mit null Punkten nach Hause zu fahren. Wir haben ja noch zweimal Alu getroffen. Aber dann muss man es halt erzwingen, und das haben wir diesmal nicht geschafft“, blickte Mittelfeldakteur Korbinian Vollmann noch einmal kurz auf den Sonntag zurück, bevor er das Augenmerk bereits auf die nächste Aufgabe richtete – das Heimspiel am Sonnabend um 14 Uhr im Ostseestadion gegen den MSV Duisburg. „Es zeigt sich jede Woche, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann“, so der gebürtige Münchner. „Wir waren jetzt die Ersten, die gegen Jena verloren haben, und das wollten wir mit aller Macht verhindern. Ich glaube aber trotzdem nicht, dass das einen großen Dämpfer für uns gibt. Wir wissen, was wir in den zurückliegenden Wochen richtig gemacht haben, und müssen einfach wieder daran anknüpfen.“

Hansa-Coach Jens Härtel zeigte sich von der Pleite beim Schlusslicht „wahnsinnig enttäuscht, denn wir hatten vorher eine gute, intensive Trainingswoche. Doch wir taten uns schwer, Chancen zu kreieren und sauber zu verteidigen. Tore verändern den Charakter eines Spiels. Jena hat sie gemacht, war entschlossener. Wir müssen uns vorwerfen lassen, nicht alles getan zu haben. Bei uns schöpfte nicht jeder sein Potenzial aus. Total ärgerlich: Wir hätten uns in der Tabelle oben für eine Weile festbeißen können.“

Gleichwohl, glaubt der 50-Jährige, „kann das auch was Gutes haben“. Nämlich dann, „wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen und gegen Duisburg hinsichtlich Zweikampfführung, -intensität und -schärfe entsprechend auftreten. Wir wollen“, versichert der Fußball-Lehrer, „am Sonnabend eine neue Serie starten.“

* In der Staffel A der DDR-Liga blieb der FC Hansa mehrmals die gesamte Saison ohne Niederlage und in der 2. Bundesliga 2006/07 die komplette 1. Halbserie (!) ungeschlagen.