Ein Angebot des medienhaus nord

FC Hansa Rostock Souverän die Pflichtaufgabe erfüllt

Von Peter Richter | 26.05.2019, 15:02 Uhr

Der Drittligist setzt sich im Landespokalfinale sicher mit 4:1 gegen Torgelow durch und steht damit erneut im DFB-Pokal.

„Es war nicht unser bestes Spiel, wir hatten schlampige Phasen, erledigten die Pflichtaufgabe letztlich aber souverän“, fasste Jens Härtel, Trainer des Drittligisten FC Hansa Rostock, das 4:1 (2:0) im Landespokalfinale in Neustrelitz gegen den fünftklassigen Torgelower FC Greif zusammen.

Joachim Masuch, Präsident des Landesfußballverbandes MV, hatte „ein sehr spannendes und gutes Finale gesehen“. Andreas Thiem, Zeugwart der „Gäste“, der auch eine Medaille abbekam, freute sich über den Sieg als nachträgliches Geburtstagsgeschenk (er feierte am Vortag seinen 54. – d. Red.) und meinte: „Die Mannschaft hat sich etwas schwer getan, aber verdient gewonnen. Ein versöhnlicher Saisonabschluss.“

Der fünfte Finalsieg hintereinander bedeutet auch das Erreichen der 1. Runde im DFB-Pokal (Auslosung am 15. Juni im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund).

Ganz nach Wunsch gelang den Weiß-Blauen die frühe Führung: Tanju Öztürk traf per Kopf nach butterweicher Flanke von Amaury Bischoff (9.). „Das war ein schöner Dosenöffner“, kommentierte der 29-Jährige sein erstes Pflichtspiel-Tor für Hansa.

Sekunden später hätte Maciej Ropiejko den Ausgleich machen können, als er frei durch war, jedoch diese Hundertprozentige verdaddelte (11.). Die Rostocker fortan hölzern, einfallslos, ungeordnet, was den Außenseiter erst recht bemüßigte, sein Heil in der Offensive zu suchen. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war nicht zu erkennen. Erst nach etwa 25 Minuten war der Favorit wieder drin in der Partie und schaffte noch vor der Pause das 2:0: Merveille Biankadi steckte durch, Pascal Breier vollendete (38.).

Nach Beginn der zweiten Halbzeit langweilte es sich fast eine Viertelstunde so vor sich hin. Dann bereitete Maximilian Ahlschwede vor für Breier. Der scheiterte an Keeper Tim Beyer, machte aber im zweiten Versuch den Ball rein. Das 3:0 (58.) war die Entscheidung. Ahlschwede erhöhte auf 4:0 (76.), wobei es einen Moment dauerte, bis geklärt war, dass die Kugel tatsächlich vollständig die Torlinie überschritten hatte.

Immerhin kam der Oberligist durch einen von Kapitän Kevin Riechert verwandelten Handelfmeter noch zum verdienten Ehrentreffer.

Tanju Öztürk sprach anschließend von einem „absolut verdienten Sieg. Wir ließen nichts anbrennen, wenn wir auch ein, zwei Tore mehr hätten machen können.“

Torgelow: Beyer – Tiede, Riechert, Mista, Galoch – Korczynski (72. Puchniarski), Schmidt (V), Juszczak (V/83. Runge), Jurkow (89. Hink) – Stövesand, Ropiejko

Rostock: Sebald – Hüsing, Bischoff, Riedel – Ahlschwede, Öztürk, Hildebrandt (71. Bülow), Rieble – Soukou, Breier (89. Williams), Biankadi (V/79. Donkor)

Schiedsrichter: Markhoff (Rostock)

Zuschauer: 2565

Tore: 0:1 Öztürk (9.), 0:2 Breier (38.), 0:3 Breier (58.), 0:4 Ahlschwede (76.), 1:4 Riechert (83./Elfmeter, nachdem Bischoff den Ball an den Oberarm bekam)

Sonstiges: Hansa hat jetzt 28 Landespokal-Partien in Folge nicht verloren, davon 20-mal zu null gespielt und es auf eine sagenhafte Tordifferenz von 150:9 (ohne Treffer im Elfmeterschießen) gebracht.